Gruppenliga: Eintracht siegt weiter

Großenritter gewinnen Verfolgerduell bei Türkgücü Kassel mit 3:1

Dieses Mal gibt’s kein Durchkommen: Eintracht Baunatals Niels Willer (in Blau), der gegen Türkgücü zwei Tore erzielte, bekam in dieser Situation den Ball nicht an Innenverteidiger Dennis Kurt und Spielertrainer Ibrahim Gül (von links) vorbei. Foto: Fischer

Kassel. Eintracht Baunatal ist derzeit kaum zu bremsen. Dies erfuhr nun auch der SV Türkgücü im Verfolgerduell der Fußball-Gruppenliga. Am Ende setzten sich die Großenritter im Nordstadtstadion mit 3:1 (2:0) durch.

In der Anfangsphase taten sich beide Mannschaften schwer, was wohl auch daran lag, dass der Ball auf dem nassen Kunstrasen unberechenbar schnell wurde. Baunatal war leicht überlegen, aber wirklich gefährlich wurde es selten. In der 17. Minute zögerte Eintracht-Stürmer Niels Willer zu lange mit dem Abschluss und wurde noch entscheidend von Dennis Kurt gestört. David Katluhn machte es dann aber besser und traf, nachdem Türkgücü den Ball nach einer Flanke nicht klären konnte, mit einem Schuss von der Strafraumgrenze zum 1:0 (32.).

Die Gäste zogen sich nun etwas zurück und lauerten auf Konter. Diese Taktik ging auf, denn in der 40. Minute hatte sich Türkgücü nach einem Ballverlust noch nicht wieder organisiert und Niels Willer konnte unbedrängt auf Türkgücü-Torwart Ibrahim Gül zulaufen, den er dann umkurvte und zum 2:0 einschob. „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen“, kritisierte Türkgücü-Trainer Hüseyin Üstün, der von seiner Mannschaft, abgesehen von zwei Kopfbällen von Yasin Bingül (36., 42.) nach ruhenden Bällen von Mehmet Demirel, nicht viel Zielstrebiges zu sehen bekam.

Im zweiten Durchgang war Üstüns-Elf dann aktiver, doch hatte sie Glück, dass Baunatals Jamie Scott mit einem Freistoß aus etwa 20 Metern an der Latte scheiterte (52.). Auch kurz darauf lag das 3:0 für die Gäste in der Luft, doch einen Kopfball von Willer parierte Gül noch vor der Linie (59.). Dann aber fiel das 1:2, das den Kasselern noch einmal Mut machte: Nach einer gefühlvollen Flanke von Emre Alkin traf Mehmet Gül mit einem präzisen Kopfball (75.). Türkgücü drückte nun auf den Ausgleich, ohne sich jedoch größere Torchancen zu erspielen. Nachdem dann zunächst Baunatals Andreas Bürger, der einen Lupfer knapp neben das Tor setzte (88.), die Vorentscheidung verpasste, gab es kurz darauf einen Freistoß für die Gäste knapp vor dem Strafraum. Zudem musste Halil Karci, der Bürger gefoult hatte, mit Gelb-Rot vom Platz (90.). Den Freistoß versenkte Willer mit ganz viel Gefühl im Winkel und schnürte somit seinen Doppelpack (90.+1).

„Ich bin sehr glücklich über den Sieg. Denn das war ein wirklich wichtiges Spiel für uns“, freute sich Eintracht-Trainer Katluhn nach dem Schlusspfiff.

Von Philipp Wegner

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