Gruppenliga: VfL Kassel landet bei Remis gegen Wolfsanger Achtungserfolg

Verletzung überschattet 2:2

Alle dem Ball hinterher: Michael Gerber (5), Marvin Schwiede (11) und Frederick Bruch (4) folgen dem TSVer Dominik Heine. Foto: Fischer

Kassel. Der Abstiegskampf der Fußball-Gruppenliga, Gruppe 2, zwischen Schlusslicht VfL Kassel und dem Tabellenzwölften TSV Wolfsanger geriet zur sportlichen Nebensache, nachdem VfL-Abwehrspieler Michael Gerber nach einem Tritt gegen den Kopf mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht werden musste.

„Er war kurze Zeit benommen, allerdings später bereits wieder ansprechbar, sodass es wahrscheinlich nichts Ernstes, sondern nur eine Gehirnerschütterung ist“, beruhigte VfL-Trainer Marco Siemers nach dem Ende der Partie. Hätte es die folgenreiche Ecke in der 60. Minute, nach der Gerber im Strafraum zusammenklappte, nicht gegeben, wäre es für Siemers ein rundum gelungener Arbeitstag geworden. Sein Team erkämpfte sich einen 2:2 (1:1)-Achtungserfolg.

Die Hausherren spielten von Beginn an clever. Wolfsanger war spielerisch überlegen, allerdings gelang es dem VfL mit schnellen Kontern immer wieder, für Gefahr zu sorgen. Norman Däter (6.) und Tom Winter (8.) kamen zu ersten Chancen, den Abschluss von Frederick Bruch klärte TSV-Verteidiger Timo Illert auf der Linie (18.). Die beste Wolfsanger Möglichkeit ergab sich ebenfalls durch einen VfL-Spieler: Gerber prüfte bei einem verunglückten Klärungsversuch Torwart Daniel Schade, der glänzend reagierte (21.). Nach 27 Minuten belohnte sich Kassel für die effiziente Spielweise: Christoph Pforr traf nach einer Ecke zur Führung. Wolfsanger blieb weiter bemüht, fand aber kaum Abschlüsse. Umso überraschender erzielte Tom Grosskopf unmittelbar vor dem Pausenpfiff per direkt verwandeltem Freistoß den 1:1-Pausenstand.

Den ersten konsequent zu Ende gespielten Angriff münzten die Gäste nach dem Wiederanpfiff in die 2:1-Führung um: Dennis Lumm traf nach Vorlage von Tom Grosskopf (56.). Nach Gerbers Verletzung war das Spiel neun Minuten unterbrochen. Die Hausherren zeigten daraufhin eine Trotzreaktion: Der eingewechselte David Bubenheim schlenzte den Ball nach Vorlage von Aslam Sidigy zum Ausgleich ins Tor (75.). In der siebten Minute der Nachspielzeit hielt Schade mit einem tollen Reflex nach Freistoß den VfL-Punktgewinn fest. „Unsere Leistung war rundum enttäuschend“, fand TSV-Trainer Oliver Frank klare Worte zum Auftreten seiner Mannschaft.

Von Tobias Kisling

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