Gruppenliga: Schauenburg, Bosporus und Baunatal mit guten Chancen – Sandershausen in Lauerstellung

Vier wollen, nur einer kann

Jan-Philip Schmidt

Kassel. Nachdem die Abstiegsfrage am vorigen Wochenende gelöst wurde, konzentriert sich nun alles auf das rennen um Platz eins und zwei. Die Aufstiegsfrage birgt viel Brisanz. Dem Klassenleiter der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 2) kann ein glückliches Händchen bei der Planung des letzten Spieltags der Saison 2014/2015 nachgesagt werden, denn noch drei Mannschaften kämpfen Sonntag ab 15 Uhr um die Meisterschaft. Sogar vier haben die Möglichkeit, Relegationsplatz zwei zu erreichen. Wir beleuchten die Situation:

SG Schauenburg

Gewinnt der derzeitige Tabellenführer - der nur an fünf Spieltagen nicht den ersten oder zweiten Platz belegte - seine Begegnung bei der TSG Wattenbach, kann Trainer Jurek Förster mit seinen Jungs die Sektkorken knallen lassen.

Was spricht für die SG? Die junge Mannschaft, überwiegend mit Spielern aus dem eigene Nachwuchs besetzt, belegt seit Oktober immer einen der ersten beiden Plätze.

Was spricht gegen die SG? Fraglich ist, ob die Mannschaft mit dem Druck, der zweifelsohne auf ihr lastet, klarkommt oder wie bei der Niederlage gegen Sandershausen nach dem Rückstand das große Flattern beginnt.

FC Bosporus

Einen eigenen Sieg gegen Absteiger Großalmerode vorausgesetzt, steigt der FC auf – sofern Schauenburg patzt. Gewinnt der Tabellenführer und gewinnen auch Bosporus und Baunatal, bleiben die Nordstädter wegen des gewonnenen direkten Vergleichs gegenüber der Eintracht Zweiter und gehen in die Relegation.

Was spricht für den FC? Die Mannschaft von Trainer Parham Nasseri belegt seit dem 22. Spieltag immer einen der ersten beiden Plätze und war vor allem gegen die Konkurrenten Schauenburg, Baunatal und Sandershausen tonangebend.

Was spricht gegen den FC? Im Prinzip nichts. Der Gegner heißt Großalmerode und punktete bisher kaum. Aber zuletzt verpatzte Bosporus durch zwei Unentschieden eine bessere Platzierung. Eintracht Baunatal

Um noch eine Chance bei der Titelvergabe zu haben, müssen die Großenritter ihren Gegner Tuspo Grebenstein bezwingen. Nur wenn Schauenburg und Bosporus patzen besteht für die Mannschaft um Trainer Manfred Katluhn die Möglichkeit, direkt aufzusteigen oder in die Relegation zu gehen.

Was spricht für die Eintracht? Der starke Schlussspurt mit fünf Siegen in Folge.

Was spricht gegen die Eintracht? Sie ist auf Ausrutscher der Konkurrenz angewiesen.

TSG Sandershausen

Was spricht für die TSG? Im letzten Spiel unter Trainer Charly Lotzgeselle sollte die Mannschaft ihre Hausafgaben gegen den Absteiger SV Balhorn leicht lösen können.

Was spricht gegen die TSG? Aus eigener Kraft kann es Sandershausen nicht schaffen. Die Niestetaler sind auf Patzer der Konkurrenz angewiesen. Torschützenkönig

Nicht nur, dass die ersten drei der Tabelle die Meisterschaftsfrage unter sich klären, auch drei Spieler dieser Vereine kommen als Empfänger der Torjägerkanone in Frage: Die Liste führt Schauenburgs Youngster Jan-Philip Schmidt mit 22 Treffern an, ihm folgen Enes Sezer (Bosporus/20) und Niels Willer (Eintracht Baunatal/19). Foto: Schmidt/nh

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