Wolfhagen besiegt Türkgücü 6:1: Wieder ein Wiegand-Festival

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Da kam Freude auf: Der vierfache Wolfhager Torschütze Timo Wiegand (Zweiter von rechts) wird von seinen Teamkameraden beglückwünscht. 

Bis sechs Minuten vor dem Schlusspfiff stand das Wunschergebnis des Wolfhager ersten Vorsitzenden Harms Böttger am Tag seines 51. Geburtstages in der Heimpartie „seiner Wölfe“ gegen den SV Türkgücü Kassel, hatten da doch die Wolfhager mit 5:1 die Nase vorne.

Doch dann machte Timo Wiegand (85.) seinem Vereinsboss doch einen kleinen Strich durch die Rechnung, baute das Siegergebnis der „Wölfe“ auf 6:1 (4:1) aus. Worüber Harms Böttger natürlich nicht traurig, sondern hoch erfreut war. Wie ebenfalls die FSV-Fans unter den 200 Zuschauern.

Ein glücklicher und rund um zufriedener FSV-Trainer Halil Inan bilanzierte den Erfolg seiner Mannschaft kurz und knapp: „Wir haben heute brutal im positiven Sinn vorne unsere Chancen verwertet und hinten nichts anbrennen lassen.“

Ohne auch nur Andeutungsweise die Leistungen seiner Mannschaftskameraden in Zweifel zu ziehen, avancierte FSV-Kapitän Timo Wiegand wieder einmal zum Spieler des Tages. Er öffnete nicht nur das Wolfhager Torfestival (8.), sondern brachte nach dem Kopfball-Anschlusstreffer von Emre Bicer (15.) seine Farben mit einem Doppelschlag (28., 30.) erneut in Front. Kurz vor dem Pausenpfiff fasste sich dann Kamil Turan ein Herz, hielt aus gut 25 Metern einfach einmal drauf - und das runde Spielgerät zischte flach wie an der Schnur gezogen durch Freund und Feind unhaltbar für Türkgücü-Schlussmann Emin Arslan zum 4:1 über die Linie.

Das Pausenergebnis spiegelte jedoch nicht den bis dahin absolvierten Spielverlauf ganz wider. Denn die spieltechnisch versierten türkischen Sportkameraden erarbeiteten sich phasenweise optisch schon ein leichtes Plus, ohne aber vor dem Kasten von Platzherrenkeeper Sebastian Schmidt für große Gefahr zu sorgen. Mit ihrer offensiv ausgerichteten Taktik luden sie vielmehr Wolfhagern immer wieder zu Kontern ein, die von den Rot-Weißen auch dankbar angenommen wurden.

Anscheinend steckte bei Gegner doch etwas der Frust in den Köpfen. Beim Gang zur Pausenerfrischung zertrümmerte einer der ihren eine leere Getränkeflasche, zwei Minuten nach Wiederbeginn holte Mohamed Ghafari rüde Kamil Turan von den Beinen. Und 90 Sekunden später bekam Ibrahim Chahrour von Muhammed Gülsen dessen Ellbogen im Rücken zu spüren.

Die Gemüter beruhigten sich dann aber wieder und Wolfhagen hatte die passende Antwort parat. Denn ein 30-Meter-Hammer von Demetrio D’Agostino (55.) landete zum 5:1 exakt im oberen Torwinkel. Türkgücü steckte nicht auf, hätte durch Emre Bicer (66.) verkürzen können. Was aber Torwart Sebastian Schmidt mit einer Glanztat vereitelte. Den Schlusspunkt setzte dann Wiegand (85.) mit seinem vierten Tagestreffer.

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