Wolfhagen führte bis zur 94. Minute

Da war die Welt noch in Ordnung: FSV-Kapitän Tobias Markus (links) beglückwünscht den 1:0-Vollstrecker Kamil Turan. Foto: Michl

Erst mit dem Schlusspfiff gelang Spitzenreiter CSC 03 Kassel der Ausgleich gegen den FSV

Wolfhagen. Die Wolfhager Anhänger unter den 200 Zuschauern im Liemeckestadion forderten lautstark von Schiedsrichter Hendrik Schmidt aus Borken den Abpfiff der Fußball-Gruppenligapartie der rotweißen Hausherren gegen den Tabellenführer CSC 03 Kassel. Denn es lief bereits die dritte Minute der Nachspielzeit und der FSV hatte mit 1:0 die Nase vorne. Doch die Riesenüberraschung blieb aus, gelang Igor Radisavljevic (90.+4) doch noch der Ausgleichstreffer für die Kasseler Rothosen. Danach ertönte sofort der Schlusspfiff.

Für FSV-Trainer Eric Schibol war das Remis zwar ein Achtungserfolg, das Ergebnis letztlich aber zweitrangig: „Meine Mannschaft hat heute ein Superspiel gemacht und den Dreier verdient gehabt.“

Sein Kollege Lothar Alexi widersprach Schibol nicht: „Natürlich hatten wir auch unsere Chancen, unser Punktgewinn in der Nachspielzeit war aber glücklich. Wolfhagen hat uns das Leben verdammt schwer gemacht.“

Im ersten Spielabschnitt lieferten sich beide Mannschaften einen sehr intensiv geführten Schlagabtausch auf Augenhöhe, wobei jede Elf sich zwei Topchancen erarbeiten konnte, die jedoch ungenutzt blieben.

Kurz nach dem Seitenwechsel bebte das Liemeckestadion. Einmal, weil Kamil Turan (53.) von der Strafraumgrenze einen Freistoß unhaltbar für 03-Schlussmann Cetric Kuhn zum 1:0 einhämmerte. 60 Sekunden später wurde André Nordmeier im Gästestrafraum klar und elfmeterreif gefoult, Schiri Schmidt entschied jedoch unverständlich für Freistoß für die Gäste.

Die machten nun Druck, wobei FSV-Schlussmann Maik de Coster, Domink Richter und Kapitän Tobias Markus jeweils den Ausgleich verhinderten. Dann schwächten sich die 03er selbst. Nach einem rüden Foul an Kevin Richter sah Marvin Kuhn (68.) Rot.

Trotz Unterzahl blieben die Rothosen am Drücken, eröffneten mit ihrer Alles-oder-Nichts-Taktik natürlich Räume für FSV-Konter. Die aber durch André Nordmeier, Kevin Richter, Kamil Turan im Doppelpack und Kevin Simpson nicht genutzt werden konnten. Entwederr fehlten Millimeter, oder ein 03er-Abwehrbein konnte für den schon geschlagenen Schlussmann Cetric Kuhn noch klären.

Von Reinhard Michl

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