Gruppenliga: Wölfe unterliegen im entscheidenden Spiel den Gästen aus Wattenbach

0:1 – Wolfsanger steigt ab

Schluss in Wolfsanger: Dominic Rehbein liegt wie viele seiner Mannschaftskameraden nach der 0:1-Niederlage gegen Wattenbach untröstlich am Boden und will erst mal seine Ruhe. Foto: Fischer

Kassel. Eigentlich war der TSV Wolfsanger schon am vergangenen Wochenende abgestiegen, doch nach den Ungereimtheiten bezüglich der Punktabzüge keimte vor der Begegnung der Fußball-Gruppenliga (Gruppe 2) noch mal Hoffnung auf: Ein Sieg gegen Wattenbach würde reichen, um die Liga zu erhalten. Doch daraus wurde nichts, am Ende unterlag die Mannschaft von Trainer Oliver Frank den Söhrewaldern mit 0:1 (0:0).

250 Zuschauer an der Fuldatalstraße wollten beide Mannschaften unterstützen, selbst die Fans der Gäste waren mit einem Bus angereist. Wolfsanger begann aggressiv, versuchte, früh zu stören, um schnell einen Treffer zu erzielen. Doch die erfahreneren Gäste ließen sich davon kaum beeindrucken und kamen nach Vorarbeit von Tom Zappe durch Adrian Ademi zu ihrer ersten Chance (15.), die Wölfe-Torhüter Marco Schneider vereitelte.

Dann folgte die beste Möglichkeit der Gastgeber, als Dennis Lumm nach Eckball von Marcel Kahl freistehend über den Wattenbacher Kasten köpfte (16.). Nach feinem Pass von Lumm verzog Marcel Kahl aus spitzem Winkel (26.). Wölfe-Coach Oliver Frank sagte nach dem Spiel enttäuscht: „Wenn wir unsere Möglichkeiten in der gesamten Saison nicht so leichtfertig vergeben hätten, würden wir heute nicht als Absteiger hier stehen.“

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie munterer, wobei die Gäste eher auf Konterchancen lauerten. In die Drangperiode der Gastgeber fiel dann auch fast das 0:1: Zappe hatte nach einem schönen Angriff auf Ademi gepasst, doch dessen Schuss kratzte Dominik Heine für seinen bereits geschlagenen Torhüter von der Linie (66.).

Dann kam die 84. Spielminute: Wolfsangers Marcel Kahl führt von der rechten Seite die vierte Ecke der Wölfe aus, in der Mitte stand der eingewechselte Emanuel E. Edeme völlig frei, doch mit seinem Schuss traf er aus fünf Metern nur Gäste-Torhüter Markus Frank. Hätte er getroffen, wäre das vielleicht der Klassenerhalt gewesen.

Doch es kam ganz anders: Nach einem Pass von Ademi überlief Zappe die Abwehr der Gastgeber, und an Torhüter Schneider vorbei trudelte sein Schuss zum 1:0 für Wattenbach ins Tor der Gastgeber (86.). Alles aufbäumen des TSV half nichts mehr, die routinierten Gäste brachten den Vorsprung über die Runden.

Der vom Klassenerhalt überzeugte TSG-Trainer Michael Pfannkuch lobte seine Mannschaft für die tolle Zusammenarbeit der letzten Wochen und zog sein persönliches Fazit: „Wichtig war mir, den Ligaerhalt aus eigener Kraft geschafft zu haben.“

Von Horst Schmidt

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