Aufsteiger verlor in  Hundelshausen 1:6

Zierenberg zahlte richtiges Lehrgeld

In die Knie gegangen: Robin Möller (vorne) erzielte bei der 1:6-Niederlage bei Kleinalmerode den Zierenberger Ehrentreffer. Foto: Michl

Hundelshausen – Nach dem 4:3-Husarenstreich am vergangenen Wochenende beim BC Sport Kassel wollte der in die Fußball-Gruppenliga aufgestiegene TSV Zierenberg am Mittwoch Abend in Hundelshausen bei der SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach nachlegen und zumindest nicht mit leeren Händen den langen Heimweg antreten.

Doch dieses Vorhaben blieb für die Warmetaler von Trainer Daniel Schmidt ein frommes Wunschdenken. Denn als der Schlusspfiff ertönte, konnten die Hausherren von Coach Goran Andjelkovic ein Schützenfest feiern und verließen als 6:1 (3:1)-Sieger den Rasen. Der Aufsteiger hatte Lehrgeld bezahl.

Daniel Schmidt redete nicht lange um den heißen Brei herum: „Wenn auch das Ergebnis eine deutliche Sprache spricht, so haben wir keineswegs enttäuscht. Doch uns wurden heute von den Vereinigten unsere Grenzen aufgezeigt. Die SG Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach war uns in allen Belangen klar überlegen, einfach eine Klasse besser und hat auch in dieser Höhe nicht unverdient gewonnen. Hinzu kam noch, dass die Platzherren in den entscheidenden Momenten abgezockt und eiskalt unsere Fehler bestraften.“

Die Hausherren waren früh in Führung gegangen, Zierenberg schöpfte dann aber nach dem Ausgleichstreffer durch Robin Möller (11.) neue Hoffnung. Schmidt: „Die waren durchaus berechtigt.“ Denn bis in die Schlussminuten des ersten Durchgangs boten die Zierenberger den Vereinigten jederzeit Paroli, begegneten ihnen auf Augenhöhe und hätten den Chancen nach auch durch Fabio Ohms in Führung gehen können.

Schmidt: „Dann aber unterliefen uns im Defensivbereich wieder zwei völlig unnötige Schnitzer, die du dir gegen einen solchen spielstarken Gegner nicht erlauben darfst.“ Im Klartext: Kleinalmerode/Hundelshausen/Dohrenbach bestrafte die Zierenberger Abwehrgeschenke und ging mit einer 3:1-Führung in die Pause.

Auch nach dem Seitenwechsel hielten die Warmetaler durchaus gut mit, auch wenn die Platzherren deutlich die Akzente setzten. Und vor allem gnadenlos ihre Chancen suchten und auch verwerteten.

Daniel Schmidt: „So wie sich die Vereinigten heute gegen uns präsentiert haben, sind sie für mich mit ein Titel- und Aufstiegskandidat. Wir müssen unsere Punkte gegen andere Mannschaften holen. Zum Beispiel am Sonntag, 15 Uhr, am Kasseler Hochzeitsweg in unserem vierten Auswärtsspiel in Folge beim VfL Kassel.“

Zierenberg: Hauk - Fingerling, Hartmann, Töppel, Deuermeier, Mustafa (55., Kanngießer), Dzaja (70., Pötter), Ohms, Möller, Schlummer (70., Lecke), Grgic.  zih

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