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Gruppenliga: Fußballern droht eine kurze Sommerpause

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Sehen sich im ersten Derby des neuen Jahres Ende März wieder: Mengeringhausens Tim Sommer (links) und Florian Mitze (Goddelsheim/Münden).
Sehen sich im ersten Derby des neuen Jahres Ende März wieder: Mengeringhausens Tim Sommer (links) und Florian Mitze (Goddelsheim/Münden). © Artur Worobiow

Wie lang wird die Sommerpause für die Gruppenligisten? Diese Frage ließ sich auch bei der Sitzung der Vertreter der Fußballclubs am Montagabend in Waltersbrück freilich noch nicht beantworten.

Aber die Vereine, die es betreffen könnt, bekamen schon einmal einen Vorgeschmack auf die eventuelle Verlängerung der Saison. Die dauert bis zum letzten Spieltag am 3. Juni, während parallel am ersten Juni-Wochenende bereits die Aufstiegsrunde der vier Kreisoberliga-Zweiten beginnt.

Die Gruppenliga 1 und 2 schaut aber eher nach oben – Richtung Hessen- und Verbandsliga und das dortige Abschneiden der in der Region Kassel bzw. im Beritt der Nord-Verbandsliga beheimateten Kicker. Gemessen an den aktuellen Tabellenständen gäbe es vier Absteiger aus der Hessenliga und damit die gleiche Zahl auch aus der Verbandsliga Nord, mit dabei auch Sand und Willingen.

Gruppenliga: Entscheidungsspiele und Aufstiegsrunde

Was das bedeutet? „Aus den beiden nordhessischen Gruppenligen müssten je drei Mannschaften absteigen. Sollte es aus der Verbandsliga drei oder fünf Absteiger geben, die in die Kasseler Gruppenligen 1 und 2 einsortiert werden, ist ein Entscheidungsspiel um den insgesamt fünften bzw. siebten Absteiger fällig, wie Matthias Schmelz während der Versammlung im Vereinsheim der SG Neuental/Jesberg skizzierte. Der Klassenleiter und Regionalbeauftragte aus Niestetal hatte auch den Termin bereits parat: Freitag, 9. Juni, auf neutralem Platz.

Die Relegationsspiele zur Verbandsliga werden zwischen dem 7. und 14. Juni ausgetragen. Heißt: Wenn die neue Saison 2023/24 bereits am 30. Juli beginnt, bliebe den Gruppenligisten einmal mehr nur eine kurze Sommerpause. Nur bei einer Ligastärke mit insgesamt 34 Spielen wird das allerdings so kommen, verdeutlichte Schmelz. Bei 30 Spieltagen ist der 6. August als Saisonstart anvisiert.

Als Starttermin für die Restrunde 2022/23 bleibt es beim 5. März. Aus Waldecker Sicht betrachtet starten der TSV/FC Korbach (gegen die FSG Gudensberg) der TSV Altenlotheim (gegen Eintracht Baunatal) und der TuSpo Mengeringhausen mit dem wichtigen Match gegen den TSV Besse mit einem Heimspiel. Die SG Goddelsheim/Münden ist dreimal in Folge auswärts gefordert, muss bis 26. März auf das erste Heimspiel warten. Das ist dann das erste heimische Derby, wenn die Mengeringhäuser zu Gast sind.

Ostern haben die Gruppenligisten frei – wenn sie ohne Nachholspiele bis dahin durchkommen. Das Saisonende wird aus Waldecker Sicht dann mit vier Derbys an drei Spieltagen knackig.

So geht´s weiter

18. Spieltag der Gruppenliga – 5. März, 15 Uhr: SC Edermünde - TSV Hertingshausen, TSV/FC Korbach - FSG Gudensberg, FSV Wolfhagen - TSV Mengsberg, SG Brunslar/Wolfershausen - SG Neuental/Jesberg, SG Schauenburg - SG Goddelsheim/Münden, Tuspo Mengeringhausen - TSV Besse, 1. FC Schwalmstadt - FC Homberg, TSV Altenlotheim - GSV Eintracht Baunatal.

Nicht nur Termine für die Spieltage bis Saisonende wurden festgezurrt in der Gruppenliga-Tagung am Montag in Waltersbrück. Klassenleiter Matthias Schmelz berichtete auch über den Stand der Einführung des ab Beginn der Rest-rückrunde notwendigen Trainer-Passes sowie die nötigen Schulungen dazu.

Während sich Jörg Werner (Borken) vom Schiedsrichterwesen über eine problemlos verlaufene Hinrunde sowie den dreifachen Einsatz der bei der WM in Katar als Assistentin eingesetzten Katrin Rafalski (Besse) freute, appellierte Gruppenliga-Einzelrichter Reiner Schweinebraten (Kassel) die Vereine nochmals an den respektvollen Umgang miteinander nicht nur auf, sondern auch außerhalb des Spielfeldes.

Spielklassenreform nimmt erst langsam Konturen an

Ein Vorbild in Sachen Fairplay: Wolfhagen. Mit dem FSV liegt der Tabellenführer der Staffel 1 auch im Fairness-Ranking auf Verbandsebene bisher ganz vorn und besitzt damit gute Chancen auf die Teilnahme am Hessenpokal der nächsten Saison.

Noch weiter nach vorn blickt der Hessische Fußballverband. Der Projektgruppe für die angedachte „Spielklassenstruktur-Reform“ des HFV gehört auch Schmelz an, der die Sitzung wie auch viele andere Gelegenheiten nutzte, um Meinungsbilder zu verschiedenen Themen zu erlangen; wie etwa: Welche Zahl an Spielen pro Saison ist am geeignetsten? Fragebogen wie die Vereinsvertreter hätten beispielsweise bei den Trainerpass-Schulungen auch die Trainer bekommen, erläuterte Schmelz gegenüber der WLZ. „Im Anschluss werte ich aus und vergleiche die Antworten“, sagte er.

In der Sitzung erklärte Schmelz, die Projektgruppe solle auf der Basis der Schlüsselfaktoren Gebietsstruktur, Regulärer Spielbetrieb und Wertstellung der Vereine beschlussreife Vorlagen für die Verbandsgremien erarbeiten. Mit Ergebnissen wird jedoch nicht mehr vor dem nächsten Verbandstag gerechnet, der wohl erst 2024 stattfindet. (Bernd Knauff / Dirk Schäfer)

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