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Zu wenig für Mengeringhausen: Null steht auf beiden Seiten

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Von: Dirk Schäfer

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Gab sein Comeback beim TuSpo nach langer Verletzung: Giulian Braun (v. gegen Körles Tobias Scherbaum)
Gab sein Comeback beim TuSpo nach langer Verletzung: Giulian Braun (vorn, gegen Körles Tobias Scherbaum) © schä

0:0 zwischen dem Letzten und Drittletzter der Tabelle der Kasseler Gruppenliga 1: Kann man damit etwas anfangen?

„Wenn man Letzter ist, so wie wir, dann nicht. Ein Sieg wäre nicht unverdient gewesen, vor allem aufgrund der ersten Halbzeit“, umriss André Gutmann die Lage nach dem gestrigen Kellerduell zwischen dem TuSpo Mengeringhausen und dem FC Körle treffend. Der Coach der Gastgeber musste aber letztlich mit dem Remis leben, auch, weil seine Elf „nach der Pause im letzten Drittel keinen Fußball mehr gespielt hat“.

Günter Klose, Neu-Trainer im ersten Einsatz bei den Körlern, lobte seine Truppe: „Die Mannschaft hat eine disziplinierte Vorstellung abgeliefert und auch unsere Umstellung auf eine Dreier-Abwehrreihe auf Anhieb toll umgesetzt“, freute sich Klose über den Teilerfolg. Der höher zu bewerten ist, denn Torjäger Thomas Melnarowicz konnte verletzt nicht auflaufen. Sprich: Die Gäste konnten besser mit dem Remis leben, wenngleich sie in 90 oft zerfahrenen Minuten nicht erahnen ließen, dass sie der Gruppenliga angehören.

Brauns Comeback nicht von Erfolg gekrönt

Marlon Paul auf Dominik Lüdtke – Außennetz (2.). Gegenseite: Mustafa Özatas Torschuss blockt Nico Müller ab, aber fast ins eigene Tor (3.) Unterhaltsam begann die Partie an der Hagenstraße. Doch das Tempo der aufkommenden Torchancen war nicht gleichzusetzen mit dem Spieltempo, das beide Teams selten hochgefahren bekamen.

Für Körle sollte diese Chance die letzte gute im gesamten Spiel sein. Für die Mengeringhäuser folgten weitere gute, denn vor allem ab der 25. Minute hatten sie die Partie im Griff, setzten sich in den meisten Zweikämpfen durch und hatten mehr Zug zum Tor. Nach Denny Benndorfs Hereingabe hatte Adam Sek die beste Möglichkeit zut Führung, doch seinen Drehschuss aus acht Metern wehrte Torhüter Mario Umbach, der beste Gästeakteur, klasse ab (20.). Bis zu Seks Kopfball-Lupfer knapp über die Latte (43.) lag eine TuSpo-Führung in der Luft, doch im Abschluss wurde die Heimelf abgeblockt und hatte zudem nicht das Glück, dass mal ein Abpraller vor die Füße fiel.

Im zweiten Durchgang lief Körle die Gastgeber höher an, kam besser in die zweikämpfe, und dem TuSpo schmeckte die plötzliche Defensivrolle nicht. So gute Abschlüsse wie Mengeringhausens Tim Sommer (55.) und Adam Sek (60.), die Umbach gut parierte, bekamen die Gäste nicht zustande.

In der 76. Minute roch es nach der Story des Tages, als Giulian Braun zum Volleyschuss ausholte – der frühere Edertaler feierte gegen seinen früheren Trainer Klose sein Comeback bei den Platzherren nach seinem Kreuzbandriss. Doch der Ball ging nur in das Trainingstor am Sportplatzrand. Das eher auf Sicherheit ausgelegte Gekicke in der Schlussphase verursachte dann auch kein Tor des Tages mehr.

Zu aller Ernüchterung endete die Partie auch noch mit einem Rettungswagen-Einsatz: Nachdem Philipp Schwedes und Demetrio D‘Agostino bei einem Kopfballduell zusammengeprallt waren, musste der Mengeringhäuser mit einer Kopfverletzung vom Platz. „Nur eine Platzwunde“, gab es am Abend immerhin Entwarnung. (schä)

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