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TuSpo hofft in Homberg auf „Dreier“ mit Schubkraft

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Wieder im Mengeringhäuser Team: Giulian Braun (Mitte), der sich beim 1:2 gegen Homberg im Mai gegen die Homberger Steffen Keller, Arnold Gerber, Jannik Wendel und Lucas Unbehaun (von links) versucht.
Wieder im Mengeringhäuser Team: Giulian Braun (Mitte), der sich beim 1:2 gegen Homberg im Mai gegen die Homberger Steffen Keller, Arnold Gerber, Jannik Wendel und Lucas Unbehaun (von links) versucht. © Artur Worobiow

Langsam wieder auf die Füße kommen wollen und müssen die Gruppenligafußballer des TuSpo Mengeringhausen und des TSV Altenlotheim.

Auch der TSV/FC Korbach hat sich für das Heimspiel gegen Schauenburg einiges vorgenommen. Die SG Goddelsheim/Münden auch. Aber für einen Erfolg wird sie einen Sahnetag brauchen.

Homberg - Mengeringhausen (Sa., 16 Uhr). Der August freundlich, der September düster, und der Start in den Oktober ebenfalls zählerlos: Die monatlichen Hinrundenbilanzen haben den TuSpo Mengeringhausen geradewegs in den roten Bereich der Fußball-Gruppenliga geführt. Für den laufenden Monat ist freilich nichts entschieden. Richtungsweisend soll die Partie beim FC Homberg werden. So sagt es Patrick Gries.

Welche Richtung dem TuSpo-Trainer da vorschwebt, muss man nicht erraten. „Ein Sechs-Punkte-Spiel“ nennt er die Begegnung auf Homberger Kunstrasen, will sagen: Ein Erfolg beim Schlusslicht, mit dem die Grün-Weißen den Abstand zum FCH auf sieben Punkte erweitern würden, soll auch gleich Schub für die folgenden vier Partien bis zur Winterpause geben.

Gries erwartet ein kampfbetontes Spiel und nennt Homberg vorsorglich einen „Gegner auf Augenhöhe“, damit niemand im Team in die Versuchung kommt, die bisher erst zweimal siegreichen Gastgeber zu unterschätzen. „Wir wollen mit Willen und Einsatzbereitschaft da was holen“, so der Trainer.

Beim TuSpo „lässt niemand den Kopf hängen“

Das 0:5 bei Eintracht Baunatal hat, so versichert es Gries, die Mannschaft nicht geknickt zurückgelassen. „Bei uns lässt niemand den Kopf hängen.“ Nach wie vor trainiere sie dreimal die Woche, nach wie vor sei die Teilnahmequote der Spieler hoch. „Das wird sich irgendwann auszahlen“, sagt Gries.

Für die Mengeringhäuser spricht, dass sie nach dem Stand von gestern fast in bester Besetzung anreisen. Als einziger Stammspieler fehlt Yannic Weiß wegen eines privaten Termins. Auf die zuletzt geschonten Giulian Braun und Nico Müller kann Gries damit wieder bauen.

Altenlotheim – Besse (Sa., 16.30 Uhr). Aus eigener Anschauung kann Robin Wissemann über den Aufsteiger nichts sagen: „Ich kenne Besse nicht gut und habe sie noch nicht gesehen.“ In der Liga begegnen sich beide Mannschaften ja das erste Mal überhaupt. Dass die Gäste offenbar die Wende geschafft haben, hat Altenlotheims Trainer natürlich verfolgt: „Seit dem Trainerwechsel sind sie im Aufwind.“

In der Tat. Nach der Rückkehr von Meistertrainer Andreas Wenderoth und der Trennung von Halil Inan holte Besse in drei Spielen sieben Punkte „Wir müssen schauen, dass wir hinten wieder stabil stehen und so punkten“, sagt Wissemann. Seit vier Spielen ist sein Team, sieglos, es liegt mit zwölf Zählern zwei Plätze hinter Besse (14). Fehlen werden morgen Torwart Timo Beumker, Fabian Erber und Martín Grebe (alle private Gründe). Im Tor soll Tobias Knoche stehen, zurück im Kader sind Nils Backhaus und Till Buckert.

Korbach – Schauenburg (So., 15 Uhr). Mit der Statistik ist das so eine Sache. Es stimmt, dass die Korbacher 16 ihrer 20 Punkte beim Gegner eingespielt haben. Fakt ist aber auch, dass sie häufiger auswärts (sieben Partien) als auf der Hauer (fünf) zu Gange waren. Ein gewisser Nachholbedarf des Korbacher Publikums an Erfolgserlebnissen lässt sich gleichwohl nicht leugnen, also sagt Trainer Uwe Tenbusch: „Wenn es so ist, dass wir eine Heimschwäche haben, dann sollten wir daran arbeiten.“

Das Vorhaben heißt also „Dreier“. Schauenburg hat ebenfalls die Mehrzahl seiner Zähler (9 von 13) auswärts geholt und jüngst mit dem 2:0 in Ziegenhain die Liga überrascht. Als Rangelfter kämpft der Mitaufsteiger gegen den Abstieg. Tenbusch erwartet deshalb verbissene Gegenwehr. Seinen Spielern müssten ans Limit gehen, sagt er. Gut möglich, dass Eric Fuchs mitmischt. „Er will es auf jeden Fall probieren“, so der Trainer, der weiter Elias Mayer (Knieprobleme) entbehren muss. Ein Einsatz von Fabian Jaslar, der beim 2:1 in Wolfershausen ausgewechselt werden musste, ist fraglich.

Baunatal – Goddelsheim/Münden (So., 15 Uhr). Wie schnell sich die Lesart zurückliegender Ergebnisse so ändert. Erst fünf Spiele ungeschlagen, nach dem 0:1 in Gudensberg nun viermal am Stück ohne Sieg: Die SG hat, wie Trainer Jens Fresen sagt, langsam ihre „komfortable Situation aufgebraucht“. In Großenritte beim Liga-Zweiten lässt sich eine Wende nicht zwingend absehen. „Von uns wird keiner groß was erwarten, dass macht es einfach“, sagt Fresen und findet: „Für Überraschungen sind wir ja auch schon mal gut.“ Die Eintracht auch, der jüngste Ausrutscher unterlief ihr mit 1:3 in Besse, danach war sie wieder in der Spur.

Mut machen könnten den Gästen die Resultate der Vorsaison (0:0 und 0:1), wären da nicht die Ausfälle. Laut Fresen fehlen nach wie vor „Steffen und Daniel Butterweck sowie Max Steger, dazu kämen Nils Grosche und Kevin Vesper. Ein Einsatz von Jannik Guntermann ist fraglich, dafür steht Raoul Mitze, zuletzt Torschütze der Reserve, wieder im Kader. (bb/mn)

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