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Gruppenliga: Heimische Teams mit breiter Brust, mit Zuversicht und mit Demut in die Auswärtsspiele

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Wollen es nicht wahrhaben: Luca Lüther, Dominik Lüdtke und Giulian Braun diskutieren mit Schiedsrichter Marcel Jünke die Gelb-Rote Karte gegen Nico Müller (rechts).
Wollen es nicht wahrhaben: Luca Lüther, Dominik Lüdtke und Giulian Braun diskutieren mit Schiedsrichter Marcel Jünke die Gelb-Rote Karte gegen Nico Müller (rechts). © Artur Worobiow

Vier Tage nach dem Derby-Mittwoch in der Gruppenliga sind drei der vier Waldecker Mannschaft auswärts unterwegs. Der TSV/FC Korbach ist einziges unbesiegtes heimisches Team

Der Aufsteiger prüft am Sonntag Verbandsliga-Absteiger FSG Gudensberg. Der TuSpo Mengeringhausen hat eine Serie – von Auswärtsspielen. Die Partie beim TSV Besse ist der erste von vier Auftritten auf Gegners Platz hintereinander. Ein Resultat von Geben und Nehmen bei der Vereinsvertretersitzung.

Besse - Mengeringhausen (Samstag, 13.30 Uhr). Die Folge von Gastspielen ist gerade Patrick Gries’ kleinste Sorge. Aus dem Derby-1:2 gegen den TSV/FC Korbach am Mittwoch, der ersten Saisonniederlage, fehlt dem Trainer der Mannschaftskapitän und zuverlässige Innenverteidiger Nico Müller. Die umstrittene Gelb-Rote Karte gegen ihn wegen einer angeblichen Schwalbe kann Gries nach wie vor nicht nachvollziehen. Elfmeter oder Spielfortsetzung, das wären die Optionen gewesen, da Müller vom Gegenspieler sehr wohl berührt worden sei. „Es war eine Fifty-fifty-Entscheidung, aber keine Schwalbe“, sagt er. Müller ist automatisch für ein Spiel gesperrt, das heißt: Umbau der Viererkette.

Doch nicht nur das. Auch Dominik Lüdtke (Urlaub) fehlt dem TuSpo und damit der Mann für den Spielaufbau. Gries will deshalb in Besse Giulian Braun stärker in die Verantwortung nehmen, auch in der Defensive. Für die Offensive steht vermutlich erstmals in dieser Saison Kevin Jäger im Aufgebot.

„Ich gehe davon aus, dass wir an die zweite Halbzeit des Derbys anknüpfen“, sagt Gries zu seinen Erwartungen. Die Mannschaft kämpfte bis zuletzt, kreierte Chancen und schoss auch aus der Entfernung gefährlich. So teilweise unkonzentriert bei der Ballannahme und mitunter lässig wie im ersten Abschnitt will der Trainer sie nicht sehen.

TuSpo-Coach schätzt Besse hoch ein

Den TSV Besse sieht Gries im selben Boot wie den TuSpo: „Für sie wie für uns geht es gegen den Abstieg.“ Eine Gemeinsamkeit vom Mittwoch: Der Neuling verlor mit 0:1 gegen Brunslar/Wolfershausen ebenfalls zuhause. „Eine Mannschaft mit ganz viel Willen, Ehrgeiz und Kampfkraft“, urteilt Gries über den Gegner. Auch schätze er seinen Trainerkollegen Halil Inan. Dennoch: „Wenn wir die leichtsinnigen, individuellen Fehler abstellen, ist für uns auf jeden Fall was drin.“

Bestimmt dann, wenn der Neuling so harmlos spielt wie am Mittwoch gegen Brunslar/Wolfershausen. „Wir haben den Ball fast immer zu früh verloren und konnten auch nicht mit langen Pässen operieren, weil unser Gegner sehr tief gestaffelt war“, so Inan nach dem 0:1. Die frühe Anstoßzeit beruht übrigens auf einem Wunsch des TuSpo: Einige Spieler haben am Samstag noch einen Freischießentermin.  

Gudensberg – Korbach (So., 15 Uhr). Drei Spiele, sieben Punkte, Platz drei: Die Stimmung beim TSV/FC ist gerade ziemlich bombe. Der 2:1-Sieg in Mengeringhausen habe zusätzlich beflügelt, sagt Trainer Uwe Tenbusch: „Da wollen wir dran anknüpfen.“ Ein wenig Sorgen macht der Personalstand. Niklas Nowotny fehlt wegen seiner Gelb-Roten Karte im Derby gesperrt, Jannik Mühlhausen ist wie Fabian Jaslar im Urlaub. Eric Fuchs, weiter angeschlagen, wurde am Mittwoch nach 67 Minuten ausgewechselt.

Den schlechten Start von Verbandsliga-Absteiger Gudensberg (erst ein Punkt) will Tenbusch nicht als Maßstab nehmen. „Die FSG ist sicherlich stärker als das, was man in der Tabelle lesen kann, und hat spielerisch gutes Niveau.“ Seiner Linie bleibt Tenbusch dennoch treu: „Wir spielen auch da auf Sieg.“ Anders könne sein Team nicht.

Goddelsheim/Münden vor Schauenburg gewarnt

Goddelsheim/Münden – Schauenburg (So., 15 Uhr, Goddelsheim). Nach dem in der zweiten Halbzeit verdienten 4:0 über Altenlotheim, die ersten Punkte der Saison, erwarten die Lichtenfelser einen anderen Sieger vom Mittwoch. Aufsteiger Schauenburg, mit dem Ex-Volkmarser Luca Siciliano, gewann mit 4:2 in Hertingshausen auch sein zweites Auswärtsspiel. Wegen eines Krankheitsfalls in der Familie saß Trainer Alan Scott nicht auf der Bank.

Das Ergebnis nötigt Jens Fresen Respekt ab. „Mir sind die Gäste nicht bekannt, allerdings musst du in Hertingshausen erst mal gewinnen“, sagt der Trainer der Lichtenfelser. Schauenburg spielte zuletzt im September 2017 in Münden und siegte damals mit 4:1. „Wir sollten vor dem Aufsteiger gewarnt sein. Wir müssen uns die Punkte hart erarbeiten, das sollte auch nach Mittwoch jedem klar sein“, sagt Fresen. Der Kader ist, bis auf Daniel Butterweck, unverändert.

Baunatal – Altenlotheim – (So., 15 Uhr). Robin Wissemann nimmt kein Blatt vor den Mund. „Verdient“, nennt Altenlotheims Trainer, frisch am Sprunggelenk operiert, das 0:4 in Münden: „Mit so einer Leistung wie in Halbzeit zwei kann man keine Punkte holen.“ Am Sonntag in Baunatal hofft er auf das „zweite Gesicht“ seines Teams. Den Titelaspiranten – für den Trainer die „individuell spielstärkste Mannschaft der Liga“ – habe seine Mannschaft im zweiten Abschnitt des letzten Duells trotz eines 2:4 in Verlegenheit gebracht.

Natürlich bedarf es einer anderen Leistung als am Mittwoch. „Da müssen wir völlig anders auftreten“, sagt Wissemann. Ausfälle sind derzeit nicht zu befürchten, und beim Gegner läuft es noch nicht rund. Der Niederlage in Schwalmstadt folgte ein Zittersieg in Gudensberg. (mn/bb)

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