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Gruppenliga: Nur Steffen Emde trifft für Korbach gegen Schauenburg

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Von: Gerhard Menkel

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Steffen Emde (Korbach) ist zwischen den Schauenburgern Florian Wolff (links) und Rico Waidner hochgestiegen.
Ein Kopfball, aber nicht das 1:0: Steffen Emde (Korbach) ist zwischen den Schauenburgern Florian Wolff (links) und Rico Waidner hochgestiegen. © Artur Worobiow

Torchancen satt, aber nur ein Treffer: Gruppenligist TSV/FC Korbach hat mit 1:0 (0:0) gegen die SG Schauenburg seinen zweiten Heimsieg der Saison gefeiert.

Korbach – Zwischen Matchwinner und Chancentod liegt mitunter ein schmaler Grat. Steffen Emde wusste das. „Wenn wir hier nicht gewinnen, liegt es an mir“, sagte Korbachs Angreifer nach Abpfiff selbstkritisch. Doch seine Mannschaft hatte gesiegt, und dass die Partie gegen die SG Schauenburg 1:0 (0:0) endete, das lag eben auch an Emde.

In der 64. Minute köpfte der 21-Jährige eine Flanke des eingewechselten Eric Fuchs zum einzigen Tor der Partie ein, mit dem der TSV/FC seine Heimbilanz völlig verdient auf sieben Punkte aufhübschte. Emde hätte seinem sechsten Saisontreffer weitere hinzufügen können. Zuletzt in der Nachspielzeit, als er nach Fuchs’ genialem Pass den Ball nicht an Torwart Simon Icke vorbeibrachte.

Die Höhe des Sieges war den Korbachern hinterher so wichtig nicht

„Das kenne ich so gar nicht von mir“, sagte er, hakte die Sache mit dem Chancenwucher, an dem Teamkollegen genauso beteiligt waren, aber ab: „Wichtig sind die drei Punkte.“ Uwe Tenbusch legte da keinen Widerspruch ein. „Du hättest hier 4;0, 5:0 gewinnen können. Am Ende ist das egal“, sagte Korbachs Trainer und zog das Altenlotheimer 0:0 gegen denselben Gegner heran. „Das ist dann der kleine Unterschied, wir haben das noch geschafft.“

Vor allem der hochtourige Spielstart hätte zwei, drei Treffer erzeugen können. Die in der Abwehr labilen Gäste standen sofort unter Druck. Gleich in der 1. Minute kam Agon Gashi frei zum Schuss, nach Pass von Lukas Beil versprang ihm der Ball. Zur nächsten Gelegenheit hatte Argjend Muharremi Emde freigespielt, der schoss den Keeper an (10.). Auch Muharremis Eckball an den Innenpfosten (11.) und der Ball von Bjarne Deselaers auf Icke (19.) hätten das 1:0 sein können.

Tenbusch: Vor dem Tor mehr Ruhe bewahren

„Eine tolle Anfangsoffensive“, sagte Tenbusch. Durchzuhalten war das Tempo nicht. Korbach behielt zwar die Partie im Griff, doch der totale Elan verschwand. Die Pässe kamen seltener an, die Angriffe gingen weniger fix vonstatten. „Daran müssen wir arbeiten, dass wir vor dem Tor mehr Ruhe bewahren“, sagte Tenbusch. Vorwürfe erhob er mit Blick auf das jugendliche Alter der Protagonisten nicht.

Vor der Pause ließ Gashi nach klugem Querpass von Deselaers noch ein dickes Ding liegen (39.). Und Schauenburg? Etwas gefälliger, aber harmlos. Gegen die gut stehende Korbacher Abwehr gelang Florian Peter in der 34. Minute der erste Abschluss.

Im zweiten Abschnitt verschoben sich zwar die Ballbesitzverhältnisse mehr Richtung der SG. Die besseren Chancen besaß weiter der TSV/FC, Deselears scheiterte nach prima Angriff an Keeper Icke (53.), Emde schoss über den Kasten (63.).

Alan Scott: Hier ist nach was drin

SG-Coach Alan Scott versuchte durch Einwechslungen und taktische Umstellung Torgefahr zu erzeugen. „Hier ist noch was drin“, meinte er 15 Minuten vor Schluss. Gewiss, die Partie blieb spannend, richtig auf der Kippe stand sie nicht.

Vor Anpfiff hatten Spieler und Zuschauer des verstorbenen Heinrich Jabs gedacht, langjähriger Geschäftsführer der TSV-Fußballer. Die Teams spielten mit Trauerflor.

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