Gegen Schwalmstadt der erste Saisonsieg

SG Bad Wildungen spielt diesmal mit Happy End

Spieler spring in die Luft, dahinter geschlagener Torwart Tobias Bechtel und weiterer Spieler.
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Spring vor Glück: Eugen Ruf hat gerade das 1:0 für die SG Bad Wildungen erzielt. Geschlagen sind Schwalmstadts Torwart Tobias Bechtel und Mirko Riek.

Geht doch: Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat mit 3:2 (2:1) gegen den 1. FC Schwalmstadt ihren ersten Saisonsieg in der Gruppenliga gefeiert.

Bad Wildungen – Hätte man anhand des Mienenspiels von Jörg Schäfer das Ergebnis des gerade abgepfiffenen Spiels deuten sollen, man wäre bei einem Unentschieden gelandet. Dabei hatte seine Mannschaft gerade einen Dreier eingetütet. Warum also zog ihr Trainer spontan ein Unentschieden-Gesicht? Die Antwort gab Schäfer so: „Wir hatten viel früher die Möglichkeiten, das Spiel für uns zu entscheiden. Und es waren nicht nur Möglichkeiten, sondern Einhundertprozentige.“ Stimmt..

Besonders der vergebene Dreierpack der SG-Fußballer nach der Pause hatte Potenzial, das Nervenkostüm eines Trainers in Stücke zu zerfetzen. Nach teils herrlichen Angriffen traf Toni Duwe allein vor Keeper Tobias Bechtel das Außennetz (50.). Eugen Ruf köpfte den Ball genau zum Torwart (51.), Anskar Vogel schob nach Duett mit Jan Kramer das Spielgerät vorbei (54.). Hundertprozentige.

Das und mehr weckte Erinnerungen an jüngst verspielte Siege. Zumal die Gastgeber immer gegenwärtig sein mussten, dass der Gast aus seinen wenigen Chancen einen Treffer machte. „Es wäre übelst ärgerlich gewesen, wenn du heute wieder was liegenlässt“, erklärte Schäfer.

Tom Windhausen an beiden Treffern vor der Pause beteiligt

Seine Mannschaft war gut in die Partie gestartet. Schon in der ersten Minute kam Duwe zum Abschluss. Der zweite saß. Tom Windhausen zog ab, Bechtel konnte den Ball nicht festhalten, und Ruf schob ihn über die Linie (6.).

Schwalmstadt kam später und nicht schlecht. Vor allem Nick Allerdings und Leonard Freund beschäftigten die SG-Abwehr. Freund vergab aus elf Metern die erste Gelegenheit des 1. FCS. Die zweite vereitelte SG-Tormann Christian Seibert mit klasse Parade gegen Allersdings (19.). Im dritten Versuch aber überwand ihn derselbe Spieler nach Hereingabe von Janne Suchomel aus drei, vier Metern zum 1:1 (30.).

Die SG tat nun wieder mehr, baute neuen Druck auf. Sie gewann viele Zweikämpfe im Mittelfeld und eine dieser Szenen führte zum 2:1. Windhausen steckte für Kramer durch, und der bis dahin unglücklich spielende Mittelfeldmann vollendete überlegt (37.). Ihres Vorsprungs sicher sein konnte die SG nicht. Kurz vor der Pause jagte Allerdings den Ball um Zentimeter um rechten Pfosten vorbei.

Nach Wiederbeginn klappte es besser. Den ersten guten Vorstoß seines Teams nutzte Schwalmstadts Nummer 7 zum 2:2 (62.). Die SG-Abwehr war da unsortiert, Wille und Moral der Heimelf waren aber intakt.

Johannes Süring mit klasse Kopfball

Zehn Minuten später nach einer Ecke, die schon abgewehrt schien: Der eingewechselte Almedin Zahovic schickte einen Ball aus dem Halbfeld vors Tor, wo Verteidiger Johannes Süring zum Kopfball hochging und perfekt zum 3:1 traf. Duwe hätte alle beruhigen können, sein Schuss nach Bechtels Abwehr gegen Ruf flog vorbei (83.).

So brannte „die Flamme weiter“ für die Gäste, wie Jörg Schäfer feststellte. Mit schmerzhaften Folgen, als Allerdings sich mit Wucht in den herauseilenden Seibert warf, der am Ball war. Beide wurden länger behandelt, Seibert holte sich eine blutige Schramme, Allerdings verletzte sich am Fuß und wurde vom Platz getragen.

Und Jörg Schäfer? War natürlich glücklich. „Es ist für die Seele ganz angenehm, dass wir einen Dreier eingefahren haben“, sagt er. „Er war auch nicht unverdient.“

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