Lichtenfelser SG unterliegt 2:3

SG Bad Wildungen entführt drei Punkte aus Goddelsheim

Gruppe von fünf Fußballern mit Ball, einer kniet
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Ein Kniefall vor dem Gewinner: Philipp Rothe nimmt zwar diese Körperhaltung ein, aber huldigen möchte er hier niemanden, sondern er möchte dem Wildunger Waldemar Schubert einfach den Ball abnehmen. Tim Fresen und Raoul Mitze schauen zu.

Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein hat den ersten Dreier unter ihrem neuen Trainer Jan Leimbach eingefahren. Mit dem 3:2-Derbysieg bei der SG Goddelsheim/Münden gab sie auch die rote Laterne ab.

Goddelsheim - „Mir fallen tausend Steine vom Herzen. Unser Sieg war verdient“ freute sich Leimbach nach aufregenden Minuten, vor allem in der Schlussphase. Auf der anderen Seite stand ein fairer Verlierer: „Das war eine verdiente Heimniederlage, fast keiner meiner Spieler hat heute Normalform erreicht“ sagte der Goddelsheimer Trainer Jens Fresen sichtlich frustriert.

Abspielfehler waren von beiden Spielpartnern zunächst häufig zu sehen, doch die Wildunger stellten diese Unkonzentriertheit schneller ab. Das wurde nach elf Minuten mit der Führung belohnt. Ein langer Einwurf des stets für viel Gefahr sorgenden Norayr Jalilyan segelte durch den Goddelsheimer Strafraum und am langen Pfosten wartete Florian Bruder und schoss den Ball zur Führung über die Linie.

Fresen beklagt fehlenden Einsatz

Dieser Treffer gab den Gästen etwas mehr Sicherheit in ihren Aktionen, während sich bei den Gastgebern die ungenaue Spielweise fortsetzte. „Mangelnden Einsatzwillen“ bescheinigte Trainer Fresen sogar seinem Team - nicht nur in dieser Phase. In der 21. Minute hätten die Badestädter die Führung leicht ausbauen können. Jan Kramer wurde von Raoul Mitze im Strafraum gefoult, eine klare Angelegenheit. Doch Jalilyan scheiterte vom Elfmeterpunkt am glänzend reagierenden Manuel Mitze, der die richtige Ecke ahnte.

Zwölf Minuten später rettete der Keeper noch einmal bravourös: Kramer war der Abwehrreihe entwischt und tauchte allein vor Mitze auf, der jedoch reaktionsschnell zur Ecke klärte. In der Schlussminute des ersten Abschnitts wurden gleich mehrfach Wildunger Schüsse kurz vor dem Torerfolg geblockt.

„Wir hätten bereits zur Pause deutlicher führen müssen, mindestens mit 3:0“ sagte- Leimbach. Zumindest konnte sein Team in der 53. Minute das Ergebnis auf 2:0 stellen. Einen langen Ball gegen die aufgerückte SG-Abwehr erlief sich Waldemar Schubert und vollendete an Mitze vorbei.

Nach knapp einer Stunde kamen die Gastgeber besser ins Spiel und bauten so etwas wie Druck auf. Die erste Chance hatte Mirco Grosche, der einen Kopfball knapp über das Tor setzte (62.). Die Gäste verlegten sich nun aufs Kontern und hätten in der 66. Minute damit fast schon Erfolg gehabt, doch der Heber von Florian Bruder, der allein vor Keeper Mitze auftauchte, ging knapp am Tor vorbei.

Erst Ruf, dann macht Grosche das Spiel noch mal spannend

Danach hatte Daniel Butterweck zwei Chancen zum Anschlusstreffer, doch Torwart Johannes Binder hielt seinen Kasten sauber. Die Gastgeber setzten in der Schlussviertelstunde alles auf die Karte Offensive und entblößten damit die Abwehr.

Schubert spielte bei einem Konter Eugen Ruf mustergültig frei und der hatte in der 79. Minute keine Mühe, den Ball zum 3:0 einzuschieben.

Dann wurde es aber noch einmal eng. „Wir haben 80 Minuten eine hervorragende Defensivleistung gezeigt, doch den besten Stürmer der Liga, Mirco Grosche, kann man nicht gänzlich ausschalten“, sagte Leimbach über die Schlussphase, in der sein Team noch einmal unerwartet in Gefahr geriet.

Zunächst hämmerte Grosche einen 20-Meter Freistoß zum 1:3 in die Maschen (82,), sieben Minuten später verkürzte er mit einem sehenswerten Drehschuss zum 2:3.

Und nun wurde es hektisch. Schiedsrichter Thorsten Reuter zeigte zunächst Florian Bruder (90.) und zwei Minuten später Mirco Grosche die Gelb-Rote Karte. (bb)

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