Keine Punkte in wichtiger Partie

Zu viele „Böcke“: SG Bad Wildungen verliert bei Kirchberg/Lohne mit 1:4

Einer jubelt, vier sind bedröppelt: Während sich Florian Peter (Kirchberg/Lohne) über das 3:1 freut, sprechen die Gesichter der Wildunger (von links) Norayr Jalilyan, Tim Krollpfeiffer, Johannes Suering und Janis Schuldt für sich.
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Einer jubelt, vier sind bedröppelt: Während sich Florian Peter (Kirchberg/Lohne) über das 3:1 freut, sprechen die Gesichter der Bad Wildunger (von links) Norayr Jalilyan, Tim Krollpfeiffer, Johannes Suering und Janis Schuldt für sich.

Spätestens jetzt muss die SG Bad Wildungen/Friedrichstein den Blick in der Gruppenliga Kassel nach unten richten: Beim Tabellennachbarn SG Kirchberg/Lohne gab es ein 1:4 (0:1) zu verdauen.

Der Ansager in Lohne brachte es nach dem Abpfiff auf den Punkt: „Wir bedanken uns bei den Gästen. Sie hatten in der ersten Halbzeit die reifere Spielanlage und das Ergebnis ist zu hoch ausgefallen.“ Unterm Strich war die Partie weit weg von guter Gruppenliga-Qualität, beide Seiten bewiesen, dass sie nicht zu Unrecht so weit unten stehen.

Der erste Durchgang ist schnell erzählt. Die Gäste-Elf von Trainer Jörg Schäfer war optisch überlegen, konnte daraus aber wie schon bei den letzten Auftritten keine Chancen kreieren. Die vielen langen Bälle fanden nur selten ihre Abnehmer. Wirklich erwähnenswert war deshalb nur die Ecke von Toni Duwe und die Kopfballverlängerung von Johannes Süring, die den Querbalken touchierte (12.).

SG Bad Wildungen hadert mit Handspiel vor dem 0:1

Die einzige Gelegenheit der Platzherren war dann gleich eine Schlüsselszene. Bevor Paul Graf von Anskar Vogel gefoult wurde, nahm der Spielertrainer beim Eindringen in den Strafraum den Ball klar mit der Hand mit. Alle hatten es gesehen, nur die ansonsten gute Schiedsrichterin Carolin Lotz nicht. „Warum ist der Linienrichter da?“, fragte sich nicht nur Berichterstatter Michael Neuhaus, warum der Mann mit guter Sicht an der Seitenlinie die Unparteiische von den SF BG Marburg, selbst Assistentin in der 2. Frauen-Bundesliga, nicht korrigierte. Maximilian Ziegenbalg nahm das Geschenk an und verwandelte zum 1:0 (38.).

Fehler machte aber nicht nur die Schiedsrichterin. In Durchgang zwei gingen allen weiteren Treffern grobe individuelle Schnitzer voraus. Bereits in der 48. Minute hieß es 2:0, als den Gästen ein Eckball offenbar zu lang geriet, Daniel Wissemann ihn aber zurückköpfte und in der Mitte Frederik Pfaar, der kleinste Kirchberger, ungehindert einnickte.

Die Wildunger blieben bemüht, aber gefährlich wurden sie auch nicht. Dafür vertändelte Innenverteidiger Norayr Jalilyan nach gewonnenem Zweikampf das Leder wieder und Wissemann trommelte es aus 18 Metern humorlos zentral über Keeper Christian Seibert ins Netz – 3:0 (60.).

Süring, der ansonsten eine gute Saison bei den Badestädtern spielt, lieferte fünf Minuten später den nächsten Lapsus, als er über eine weite Hereingabe trat und Florian Peter das 4:0 markierte. Ein verunglückter Rückpass leitete schließlich den Ehrentreffer ein: Eugen Ruf passte quer auf Waldemar Schubert, der nur noch ins leere Tor zielen musste (80.). Zu viele Fehler, gepaart mit mangelhafter Durchschlagskraft bescheren den Bad Wildungern deshalb am nächsten Sonntag ein Kellerduell gegen den Vorletzten FC Körle.  (ni)

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