Dreifacher Torschütze Robin Zadach

Gruppenliga: SG Bad Wildungen verliert Schlüsselspiel mit 1:4

Torschütze dreht jubelnd ab, geschlagener Torwart kniet, Verteidiger mit ratloser Gebärde.
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Dieses war der zweite Streich: Der dreifache Edermünder Torschütze Robin Zadach dreht jubelnd ab, Torwart Johannes Binder (Bad Wildungen) ist ebenso frustriert wie Norayr Jalilyan; hinten Christopher Linke.

Die SG Bad Wildungen/Friedrichstein wird zum Abstiegskandidaten. Nach dem 1:4 im vom Ringen um den Klassenerhalt geprägten Heimspiel gegen den SC Edermünde ist sie neues Schlusslicht der Gruppenliga 1.

Bad Wildungen – Vielleicht hätte es eine Vorstellung der Kategorie „Schritt in die richtige Richtung“ werden können, wenn die 27. Minute anders verlaufen wäre. Florian Bruder scheiterte nach schöner Kombination über Jan Kramer und Waldemar Schubert mit seinem zu zentralen Schuss an FC-Keeper Tobias Ebert.

Im Gegenzug bediente Nico Langhans mit perfektem Pass Christopher Linke und der zielte recht unbehelligt zum 0:1 halbhoch ins lange Eck. „Da fehlte uns wieder einmal auch das Spielglück“, haderte SG-Trainer Jan Leimbach.

Bis zu dem Zeitpunkt hatten sich beide Teams auf Kunstrasen engagiert um einen vernünftigen Spielaufbau bemüht, allerdings überwiegend zwischen den Strafräumen. Den Halbchancen von Schubert (13.) und Kramer (15., 24.) stand die größere Gelegenheit von Niklas Trulsen (25.) gegenüber.

Auch beim 0:2 wird die SG „gnadenlos ausgekontert“

Die Platzherren hatten mehr Ballbesitz, waren vielleicht sogar einen Tick besser, wurden aber nach 38 Minuten erneut „gnadenlos ausgekontert“, wie es Leimbach beschrieb. Max Germeroth schlug einen perfekten Diagonalpass wieder auf die rechte Seite zu Linke, dessen flache Hereingabe musste Robin Zadach nur über die Linie drücken. Den Gästen gelang es nun häufiger, die oft planlosen langen Schläge der Badestädter in schnelles Umschaltspiel umzumünzen. Norayr Jalilyan verhinderte in letzter Sekunde gegen Zadach das 0:3 (42.).

Den nächsten Nackenschlag für die Gastgeber setzte es nach der Pause, als Zadach sich mit einer einfachen Drehung Platz verschaffte und flach aus 16 Metern einnetzte (51.). Edermünde nutzte trotz der Ampelkarte gegen Germeroth schnell die Bad Wildunger Verunsicherung, um nachzulegen. Stanislaw Trailing traf zwar nur den Pfosten (56.), aber erneut Zadach drückte einen fast von den Trainerbänken hereingegebenen Freistoß unbedrängt zum 4:0 für den SC über die Linie (59.).

Trainer Leimbach: Es tut weh

„Furchtbar verteidigt“, brachte Leimbach das Verhalten bei den Gegentreffern drei und vier auf den Punkt. Auf die ersten zwei Schüsse aufs Edermünder Tor mussten die Zuschauer bis zur 68. Minute warten, die Prüfungen von Bruder und Eugen Ruf waren für Ebert freilich nicht sonderlich schwer.

Der Wille war den Badestädtern nicht abzusprechen, und sie machten in der letzten Viertelstunde noch mal Druck. Almedin Zahovic (75.), Tom Windhausen (80.) und Anskar Vogel (84./Pfosten) hatten aber kein Glück

So blieb es beim Ehrentreffer durch den unermüdlichen Bruder (78.). Trainer Leimbach wollte und konnte nach dem Abpfiff nicht viel sagen. Nur noch so viel: „Es tut weh.“

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