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Erfahrung als Punktefaktor? TSV/FC Korbach zum Klassiker in Altenlotheim

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Thorsten Beil
Ein besonderes Spiel: Der Frankenauer Thorsten Beil, Co-Trainer des TSV/FC Korbach, spielt zum ersten Mal ein Derby in Altenlotheim. © bb

Und schon wieder ein Derby in der Gruppenliga. Diesmal eines mit viel Geschichte(n): Der TSV Altenlotheim empfängt den TSV/FC Korbach.

Bereits am Samstag treffen die beiden alten Rivalen am Oberbach aufeinander. Am Sonntag müssen der TuSpo Mengerinhausen und die SG Goddelsheim/Münden ran - beide auswärts.

Altenlotheim - Korbach (Sa., 16.30 Uhr). Thorsten Beil war beim TSV Frankenau eine Größe als Spieler wie als Trainer. Dem TSV Altenlotheim hat er in all den Jahren in einem Pflichtkick nie gegenüberstanden. Obwohl die Vereine Nachbarn sind, trennt sie eine harte Fußballgrenze, die nur im Stadtpokal fiel. Am Samstag (16.30 Uhr) bekommt Beil nun sein Punktspiel am Oberbach – als Co-Trainer des TSV/FC Korbach tritt er mit seiner Mannschaft zum Gruppenliga-Klassiker beim TSV an.

Für einen „Korbacher“ ist das Derby ein besonderes Spiel

„Für mich als Frankenauer ist das Derby was Besonderes“, sagt Beil, der zur Saison 2021/22 als zweiter Mann neben Coach Uwe Tenbusch an die Hauer kam. Alles andere als Liga-Alltag stellt die Partie zwischen dem Neunten und dem Fünften der Tabelle vermutlich für alle Beteiligten dar, und vor allem für jene, die die früheren gemeinsamen Verbands- und Gruppenligazeiten noch parat haben.

Beil kennt die besondere Rivalität, klar. „Ich erwarte ein heißes Derby“, sagt er: viele Zweikämpfe, hohe Lauf- und Einsatzbereitschaft. Von den Trainingsspielen im Februar gewann eins der TSV, eins der TSV/FC, davor lag ein Altenlotheimer 3:2 im Kreispokal. Beil zählt die Gastgeber zu den stärkeren Teams der Klasse. „Sie haben vor allem von der Erfahrung her mehr zu bieten als unsere junge Mannschaft.“

Co-Trainer des TSV/FC Korbach
Korbachs Raphael Leibfacher (am Boden) gegen Altenlotheims Pascal Ohm. © bb

Robin Wissemann äußert sich da ganz ähnlich. „Als Schwäche würde ich maximal die Unerfahrenheit in der Gruppenliga ausmachen“, sagt Altenlotheims Trainer über den Aufsteiger aus der Hansestadt. Er nimmt ihn wahr als „laufstarke Mannschaft, die noch sehr euphorisch ist vom Aufstieg“ und findet: „Wenn man die ins Spielen kommen lässt, ist es sehr schwierig.“ An diesem Punkt wolle er möglichst ansetzen,

Korbach empfahl sich für die Partie mit dem intensiven 0:0 gegen Schwalmstadt, Altenlotheim durch das spektakuläre 4:3 gegen Hertingshausen. „Enorm wichtig“ für Moral und Stimmung nennt Wissemann diesen Sieg, fernab jeder Bestbesetzung. Für Samstag rechnet Wissemann mit demselben Kader wie zuletzt. „Wir werden wieder das Beste daraus machen“, verspricht er.

Das wären die drei Punkte, und auf die ist der TSV/FC, der auswärts noch kein Liga-Spiel verloren hat, genauso aus. Ob die Hansestädter mit Dreier- oder Viererkette antreten, lässt Beil offen. Womöglich wieder dabei ist David Will, der zuletzt zwei Spiele mit einer Zerrung zuschauen musste.  

Neuental/Jesberg – Mengeringhausen (So., 15 Uhr). „Richtungsweisend“, sagt TuSpo-Trainer Patrick Gries bündig über diese Partie. Muss man wohl so sehen. Seine Mannschaft (acht Zähler) steht nach drei verlorenen Spielen in Serie als Rangelfter nahe an der Abstiegszone, dort, wo sich die Gastgeber (sechs) gerade herauszupunkten suchen – zuletzt holte das Team von Philipp Ziegler in Edermünde den ersten „Dreier“ der Saison (1:0). Es weiter hinter sich zu lassen, wäre angesagt für den TuSpo.

Gries hat in Mengeringhausen nach dem Heim-0:1 gegen Goddelsheim/Münden dieser Woche dreimal Training angesetzt. Die Beteiligung sei sehr gut, sagt er und lobt überhaupt Motivation und Einsatzbereitschaft seiner Spieler. Das zuletzt entscheidende Defizit bei den Grün-Weißen liegt woanders: Sie spielen kaum Torgelegenheiten heraus.

Und wenn sich gegen die SG in einer Partie „auf Augenhöhe“, so Gries, doch eine bot, blieb sie ungenutzt. Beim 1:4 in Hertingshausen war das ähnlich. Am Sonntag in Waltersbrück wird Giulian Braun wieder in der Startelf stehen. Einmal mehr muss Gries die Viererkette umstellen: Nico Müller ist dienstlich verhindert.

Hertingshausen – Goddelsheim/Münden (So., 15.30 Uhr). Den dritten Kreisvergleich ohne Gegentor gewonnen, Vierter der Tabelle: Die Lichtenfelser sind in der Komfortzone des Rankings angekommen. Entspannung ist natürlich trotzdem nicht angesagt. „Zugegeben, der große Druck bei jetzt 15 Punkten ist derzeit nicht da und man kann befreit aufspielen“, sagt Trainer Jens Fresen. „Nichtsdestotrotz sind wir nicht naiv und wissen, dass uns jeder Punkt auf die Abstiegsränge gut tut. Je eher wir diese sammeln umso besser.“

Beim 1:0 zuletzt Mengeringhausen gefiel Fresen bis auf die Punkte und die Leidenschaft, sie zu behaupten, wenig am Auftritt seines Teams. Gegen die heimstarken Hertingshäuser um Torjäger Maik Ciba und die Kraus-Brüder erwartet er mehr. Der TSV sei auf seinem kleinen Platz schwer zu bespielen. „Daher werden wir für Punkte einiges tun müssen.“ Entspannung zeichnet sich beim Personal ab. Trainer-Bruder Tim wirkte in Mengeringhausen wieder verletzungsfrei mit, Benni Wendel trainiert wieder, und Robin Pieper ist aus dem Urlaub zurück. Zudem hofft Fresen noch auf den Einsatz von Daniel Butterweck. (mn/bb)

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