Gegen die SG Kirchberg der zweite Saisonerfolg

TuSpo gewinnt mit 4:1 ein Festival der Torchancen

Vier Fußballer mit Ball
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Wer will denn hier fliegen? Tim Schade vom TuSpo Mengeringhausen behauptet den Ball gegen Florian Peter (SG Kirchberg) behauptet. Dahinter Simon Schwechel, hinten links Andre Gutmann.

„Endlich, mal!“. Was Mittelfeldmann Luca Lüther ausrief, mag vielen Spielern des TuSpo Mengeringhausen nach dem 4:1 (1:0)-Sieg über die SG Kirchberg/Lohne/Haddamar durch den Kopf gegangen sein.

Mengeringhausen – Euphorisch sprudelten die Gefühle der Grün-Weißen nach dem Abpfiff nicht. Der zweite Saisonsieg im Abstiegsduell war ein Schritt, ein wackeliger dazu. Er führte den TuSpo vom letzten auf den vorletzten Platz der Tabelle.

Fünf Treffer erlebte die hektische Partie. Es hätten leicht zehn sein können. Erst ging der Chancentod beim Gegner um, in der zweiten Hälfte beim TuSpo. „Die Chancenverwertung war mangelhaft“, sagte Spielertrainer Andre Gutmann, dabei nahm er sich selbst nicht aus, obwohl er sein sechstes Saisontor erzielte.

Früh die Hektik im Spiel

Die Hektik war ein früher Begleiter der kämpferisch geprägten, spielerisch von der Tabellensituation bestimmten Begegnung. Schiedsrichter Thomas Heckmann hätte das Foul von Nico Müller an Daniel Wissemann in der 9. Spielminute wohl am besten gleich mit „Gelb“ ahnden sollen. Er tat es nicht, fand dann keine Linie und hatte die Gäste richtig aufgebracht – zumal ihre technisch starke Nummer 13 nach 33 Minuten humplend vom Platz ging.

„Der Schiedsrichter hat es sich selber ein bisschen schwer gemacht“, meinte Gurmann. Hinterher habe Heckmann ja nur noch Karten wegen Meckerns gezogen.

Bis zus einem Ausscheiden hatte Wissemann die TuSpo-Abwehr trotz Schmerzen in manche Verlegenheiten gebracht. Bei nahezu jeder gefährlichen Aktion hatte er den Fuß im Spiel – sei es bei der Doppelchance für Spielertrainer Paul Graf und Timo Lachmann (17.), sei es bei Lachmanns nächsten Versuch (22.). Dazu jagte er den Ball selbst um Zentimeter am Pfosten vorbei und scheiterte dann aus kurzer Distanz an Torwart Moritz Föll, der einen Schuss nicht festgehalten hatte und gleich seinen Patzer wettmachte (29.).

Das 1:0, ein typischer Jakob

Die Mengeringhäuser schwammen in diesen Minuten böse. Dabei hatten sie ordentlich begonnen; bei ihrem ersten Abschluss war Gutmann geblockt worden (5.). Sie erholten sich, Tim Schade hatte nach prima Kombination ein wenig Schusspech (27.). Und doch passte ins Bild, wie das 1:0 fiel: Es entsprang einer Energieleistung von Dennis Jakob, der sich gegen zwei Kirchberger durchtankte und wuchtig abzog (32.).

Am Ende der Halbzeit hätten er und Schade auf 2:0 stellen können. Derweil flippten sie auf der SG-Bank aus, als Graf in der 41. Minute im Strafraum fiel. Hatte Simon Schwechel ihn umgerissen? Der TuSpo-Spieler beteuerte hinterher: „Es war kein Foul. Er latscht mir dauernd auf die Füße, ich hatte die Hand am Trikot, aber gezogen habe ich nicht.“

Auch nach der Pause gab es Torszenen und -chancen satt. Jakob hatte rasch auf 2:0 erhöht, als er einen zweiten Ball flach einnetze (49.). Vier Minuten später landete ein Traumschuss von Marvin Diehl aus 25 Metern im TuSpo-Kasten, doch die Mengeringhäuser antworteten schnell: Gutmann traf im Nachschuss zum 3;.1, nachdem Jakobs Versuch abgeblockt worden war (56.).

Treffer der Gäste nicht gegeben

Die Führung blieb wackelig, und zum Glück sah der Unparteiische das Foulspiel von Graf, als der den Ball zum vermeintlichen 3:2 einköpfte. Es zählte nicht (64.). Die SG öffnete ihre Abwehr und in der letzten Viertelstunde häuften sich die Gelegenheiten für den TuSpo. Jakob, der eingewechselte Kevin Jäger und Müller ließen sie aus.

Außerdem sah Jäger in einer weitere Szene den einschussbereiten Schade nicht Erst nach einem weiten Ball von Lüther, den sich Jäger gegen zwei Kirchberger erlief und überlegt abschloss, war das erlösende 4:1 perfekt (85.).

Andre Gutmann nannte den Erfolg aufgrund der „Vielzahl und der hochkarätigen Chancen verdient, auch in der Höhe“. Er monierte aber, dass seine Mannschaft dem Gegner, „obwohl er nur mit langen und hohem Bällen agiert hat“, immer wieder ermöglicht habe, torgefährlich zu werden. „Wir haben nicht geschafft, das über 80, 90 Minuten abzustellen.“.

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