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TuSpo Mengeringhausen: Abschied nehmen will nur der Trainer

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Von: Gerhard Menkel

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Abklatschen für einen wichtigen Sieg: Torschütze Domink Lüdtke (Mitte) bedankt sich beim 5:1 über die SG Bad Wildungen/Friedrichstein bei Kevin Jäger, Flankengeber zum 3:0. Im Hintergrund, eher bedient, Stefan Jobs und Johannes Süring.
Abklatschen für einen wichtigen Sieg: Torschütze Domink Lüdtke (Mitte) bedankt sich beim 5:1 über die SG Bad Wildungen/Friedrichstein bei Kevin Jäger, Flankengeber zum 3:0. Im Hintergrund, eher bedient, Stefan Jobs und Johannes Süring. © Malafo

Seit dem sechsten Spieltag halten sich die Fußballer des TuSpo Mengeringhausen in der Tabelle der Gruppenliga oberhalb der Roten Zone. Fortsetzung: unbedingt unerwünscht.

Mengeringhausen – „The trend is your friend“, behauptet die Börse. Lässt sich die Weisheit auf den Fußball übertragen? Wenn ja, dann stünde dem TuSpo Mengeringhausen im Abstiegskampf der Gruppenliga 1 ein guter Kumpel an der Seite.

Aber wie das mit Trends so ist: Sie kippen gern mal. Jörg Büchse verlässt sich deshalb lieber nicht auf solch unstete Begleitung. Ja, stabilisiert habe sich die Mannschaft, sagt der scheidende Cheftrainer des TuSpo. Nach dem krachenden Saison-Fehlstart mit vier Niederlagen und 5:19 Toren traf sie besser und steckte seltener ein – die Bilanz seither ist mit je fünf gewonnenen und verlorenen Partien, drei Remis sowie 26:22 Treffern sehr in Ordnung.

Büchse: Noch besser zusammenspielen

Büchse nennt diese ein wenig selektive Aufstellung aber „trügerisch“, er sieht nach wie vor Optimierungsbedarf in Offensive wie Defensive. „Uns drückt der Schuh in beiden Richtungen“, sagt er. Und: „Wir müssen das ganze Zusammenspiel besser hinbekommen.“ Nur phasenweise sei das gut gelungen. „Es gab immer wieder Spiele, in denen die Mannschaft zu einfache Gegentore bekommen und umgekehrt gute Torchancen leichtfertig vergeben hat.“

In der Vorbereitung, die seit gut zwei Wochen intensiv läuft, haben Büchse und sein „Co.“ Oliver Hintschich die Phase zwei eingeläutet: Nach Kraft und Kondition stehen nun Spiel und Taktik auf dem Plan. Der erste Test offenbarte, was Büchse nach Wochen mit Kicks und Training nur in der Halle so formuliert: „Es ist schwer, nach drei Monaten Pause wieder auf dem Großfeld Fuß zu fassen.“

Vier Gegentore im ersten Testspiel

Auf dem Kunstrasen in Schwalefeld besiegte der TuSpo mit Ach und Krach den Kreisoberligisten SG Adorf/Vasbeck 5:4; zur Halbzeit lag das höhere Team 1:4 zurück. „Diese vier Gegentore waren nicht gut“, schüttelt Büchse den Kopf. Weitere Praxistests sind für den kommenden Samstag beim TuS Medebach und für den 1. März beim FSV Dörnberg vereinbart.

Am 8. März sollten die Mengeringhäuser dann die Form gefunden haben, die sie zum Klassenerhalt trägt. Mit dem Heimspiel gegen den TSV Hertingshausen beginnen drei Wochen der Wahrheit, denn wie der Mitaufsteiger zählen auch die nächsten beiden Gegner VfR Volkmarsen und SV Freienhagen/Sachsenhausen zur unmittelbaren Konkurrenz des TuSpo im Tabellenkeller.

Keine Veränderungen im Kader

„Das sind richtungsweisende Spiele“, sagt Büchse. Er und die Seinen kommen von der relativ besten Position – der TuSpo führt als Rangzehnter das Feld der sieben Abstiegskandidaten an, von denen am Ende vermutlich vier gehen müssen. Doch der Trainer macht sich nichts vor: „Es hat sich nichts geändert, 13 Endspiele haben wir jetzt noch.“ Das Zeug, sie zu bestehen, habe das Team auf jeden Fall: „Wenn wir das abrufen, was wir können, werden wir auch die Klasse halten.“

Beim Personal hat sich in an der Hagenstraße nichts getan, kein Neuer kam, kein Spieler ging. Derzeit verletzt ist außer Denny Benndorf, der mit gerissenem Kreuzband frühtestens im Sommer wieder spielen kann, Aman Tesfu; er plagt sich seit dem Westheimer Hallenmasters Anfang Januar mit einer Entzündung im Knie.

Die einzige Veränderung im Kader betrifft Büchse selbst: Er ist ein TuSpo-Trainer auf Zeit, seit der Verein am 9. Januar seinen Abschied zum Saisonende öffentlich machte. Ist das Verhältnis zu den Spielern deshalb schwieriger, anders geworden? Nein, sagt Büchse: „Wir haben das frühzeitig bekannt gegeben, damit sich alle darauf einstellen können. Es fühlt sich im Moment nicht so an, dass wir irgendwelche Probleme hätten.“

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