TuSpo und Wildungen wollen ersten Sieg

Wo steht eigentlich das Tor? Gruppenliga-Duo in der Sturmkrise – Packt Goddelsheim die Melsunger?

Da muss er rein: Bad Wildungens Trainer Jörg Schäfer will sein Team endlich mal in Führung gehen sehen.
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Da muss er rein: Bad Wildungens Trainer Jörg Schäfer will sein Team endlich mal in Führung gehen sehen.

Heimspiel-Wochenende für die Waldecker Gruppenligisten. Eines eint den TuSpo Mengeringhausen, die SG Bad Wildungen und den TSV Altenlotheim: Der erste Saisonsieg muss her.

Mengeringhausen – Felsberg/Lohre/N’Vorschütz. Man muss nicht herumdeuteln, der TuSpo hat einen Fehlstart in die Saison hingelegt. Dass die zwei Spiele der englischen Woche in Edermünde (0:1) und Brunslar (2:3) mit dem geringsten Abstand verloren gingen, ändert nichts am Kontostand. Es wird Zeit, etwas einzuzahlen, und diese Samstagspartie gegen „FeLoNi“ bietet die Gelegenheit. Spielertrainer Andre Gutmann sieht ihr hoffnungsvoll entgegen. „Endlich wieder ein Heimspiel vor der Brust“, sagt er. Dazu sei der Gegner „von ähnlicher Kategorie“ wie die beiden letzten.

Das kann man so sagen. Freilich hat der FV am Mittwoch mit dem 4:0 über Kirchberg/Lohne erstmals mit Trainer Christian Leck dreifach gepunktet und ist jetzt dem TuSpo fünf Zähler voraus. Anders als das Schlusslicht nutzte der auf Platz acht der Tabelle vorgerückte Gegner seine Chancen. Die Mengeringhäuser dagegen ließen die ihre vor allem bei den Brunslarern fuderweise liegen. „Es ist symptomatisch, dass die ihre Chancen reinmachen und wir dann als Verlierer vom Platz gehen“, sagt Gutmann.

Fürs Personal ist Gutmann guter Dinge. Denny Benndorf, am Sonntag privat verhindert, kommt zurück, und der angeschlagen ausgewechselte Nico Müller sei positiv für einen Einsatz gestimmt.

Bad Wildungen/Friedrichstein – Schwalmstadt. Vier Spiele, drei Remis, vier Gegentore: Nach dem 0:0 vom Mittwochabend in Melsungen zeichnet der Wildunger Trainer Jörg Schäfer ein positives Lagebild. „Wir haben letzte Saison und in den Vorbereitungsspielen viele Gegentore bekommen. Jetzt sind wir ein ganzes Stück weiter. Wir treten gut auf, die Defensive lässt kaum etwas zu, wir sind hinten sehr stabil“, sagt er und findet außerdem, beim MFV sei sein Team dem Tor „näher als der Gegner“ gewesen. „Das ist die Basis, auf der wir aufbauen wollen.“

Die neue Baustelle heißt: Angriff. „In unserem gesamten Offensivspiel müssen wir druckvoller und überzeugender auftreten, müssen Entscheidungen herbeiführen wollen – es fehlt nicht viel“, sagt Schäfer. Gern sähe er sein Team mal in Führung.

Die Schwälmer, bei denen zuletzt Trainer Marco Schwab regelmäßig aushalf, hatte wegen Urlaub und Verletzungen Lücken im Kader. Die Badestädter können hingegen über ihren bestmöglichen Kader verfügen, weil Eugen Ruf zurückkommt.

Angstgegner? Als letztes heimisches Team misst sich Goddelsheim/Münden mit Melsungen. In dieser Szene der Vorsaison will sich Max Steger (SG/rechts) von Andre Raabe den Ball holen. Hinten die Lichtenfelser Philipp Rothe (li.) und Steffen Butterweck.

Goddelsheim/Münden – Melsungen. Der Melsunger FV hat die Waldecker Gruppenligisten bald durch: Als letzter wartet am Sonntag die SG Goddelsheim/Münden auf die Fußballer von der Freundschaftsinsel, und die Frage ist, ob die Gastgeber als erstes heimisches Team den MFV schlagen können. Dessen sieben Saisonpunkte stammen von den drei anderen Waldecker Mannschaften.

Am Mittwochabend mussten sich Trainer Peter Wefringhaus und die Seinen mit einem 0:0 gegen Bad Wildungen begnügen. SG-Trainer Jens Fresen rechnet sich keinen Vorteil aus der höheren Wochenbelastung des Gegners aus. „Zwischen Mittwoch und Sonntag liegen drei Tage Erholung, das sollte reichen“, sagt er.

Fresen hat anderes im Kopf. Die eigene Defensive zum Beispiel. Er muss sie nach der Roten Karte gegen Marco Vesper beim knappen 1:2 in Mengsberg umbauen. „Die Aktion war unglücklich, der Mengsberger Spieler kreuzt den Laufweg und Marco läuft ihm in die Hacken. Da blieb dem Schiedsrichter kaum eine andere Möglichkeit, als das entsprechend zu ahnden“, schildert Fresen die Situation. Der Coach ärgert sich aber trotzdem: „Es hätte nie zu dieser Situation kommen dürfen, da der gegnerische Spieler im Vorfeld zwei Meter im Abseits stand.“

Vesper ist nun gesperrt, doch der Kader hat Zuwachs bekommen. Benjamin Wendel, ehemaliger Verbandsliga-Spieler beim TSV/FC Korbach, hat es beruflich zurück ins Waldecker Land verschlagen und bei der SG angeheuert. Fresen hofft auf seinen Einsatz schon am Sonntag, ebenso auf die Rückkehr von Niklas Göbel: beide hatten mit Leistenbeschwerden zu tun. Während Robin Pieper privat verhindert ist, stehen Steffen Butterweck und Marcel Fernandes wieder bereit.

Altenlotheim – Homberg. Sie warten weiter auf den ersten Sieg, aber immerhin sammelten die Altenlotheimer nach zweimaliger Führung und Last-Minute-Ausgleich zum 3:3 in Lohra ihren ersten Punkt. „Die erste Stunde war in Ordnung, obwohl wir es wieder verpasst haben, mehr aus unseren Chancen zu machen“ bilanziert Robin Wissemann das Spiel vorigen Sonntag beim FV Felsberg. Und mutmaßt: „Vielleicht waren die Belastungen der letzten Wochen einfach zu hoch.“

Er hofft nun, dass die normale Trainingswoche gut tut „und wir am Sonntag etwas frischer sind und einen Erfolg feiern können, zur Not auch mit einen dreckigen Sieg“.

Die Personalsituation wird sich wohl leicht entspannen. Neben Tim Backhaus fehlt auch Pascal Ohm, der sich am Sonntag gezerrt hat. Wieder dabei sind Manuel Neuschäfer, Rudi Hofert und Julian Schneider, Hoffnungen ruhen auf der Rückkehr von Sascha von Drach.“ (mn/dv/bb)

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