Goddelsheimer Schützenhilfe im Abstiegskampf?

Gruppenliga: Wildunger wollen „Stress“ machen, Mengeringhäuser hinten nicht so viel Stress haben

Zeigt sich am Sonntag dem Wildunger Publikum: Jan Leimbach steht vor seinem ersten Heimspiel als verantwortlicher Trainer der SG.
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Zeigt sich am Sonntag dem Bad Wildunger Publikum: Jan Leimbach steht vor seinem ersten Heimspiel als verantwortlicher Trainer der SG.

Drei von vier heimischen Gruppenligisten sind am drittletzten Spieltag des Jahres im Einsatz. Alle drei haben gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion nichts zu verschenken.

Kann die SG Bad Wildungen/Friedrichstein Abstiegskampf? Die Antwort ist aktuell offen, die Saison in der Fußball-Gruppenliga dampft erst auf die Halbzeit zu. Das Momentum spricht nur bedingt für den 16. im Ranking. Jedenfalls hat die SG von den jüngsten Partien gegen direkte Konkurrenz nur eine (2:0 gegen Körle) gewonnen. Das Heimspiel am Sonntag gegen den punktgleichen SC Edermünde (15.) steht nicht nur deshalb unter akutem „Dreier“-Bedarf.

Der TuSpo Mengeringhausen setzt seine Reihe der Nur-der-Sieg-zählt-Partien in der Gruppenliga am Samstag (15.30 Uhr) in Gilsa fort und hofft dann am Sonntag auf die SG Goddelsheim/Münden: Die Lichtenfelser spielen beim Tabellen-13. FC Körle vor.

SG Bad Wildungen: Trainer Leimbach fordert: „eklig sein“

Bad Wildungen/Friedrichstein – SC Edermünde (So., 14.30 Uhr). Jan Leimbach hat die Frage nach dem Abstiegskampf für sich beantwortet. „Ich bin mir sicher, dass wir noch genügend Punkte holen werden, wenn wir so auftreten wie in Mengeringhausen. Klar ist aber auch, es gibt noch Luft nach oben“, sagt der neue Trainer der SG.

Ein weiteres Unentschieden – das 2:2 gegen den TuSpo war das sechste der laufenden Spielzeit, das ist Spitzenwert in der Staffel – wäre auch ihm zu wenig. Edermünde stellt freilich die gleichen Ansprüche an die Begegnung: Die Mannschaft von Trainer Björn Kördel verlor ihre letzten sechs Ligaspiele in Folge.

Nachdem sie den späten Ausgleich kassierten hatten, waren die Wildunger am vergangenen Sonntag ziemlich bedient. „Im Laufe der Tage ist die Enttäuschung dem Optimismus gewichen“, sagt Leimbach eine halbe Woche danach. „Die Stimmung ist wieder gut, es herrscht mehr Wir als Ich.“ Was er sich zusätzlich erhofft, ist eine gewisse Leichtigkeit, die im Bemühen um den Klassenerhalt unerlässlich ist.

Auf Edermünde will sich Leimbach nicht extra einstellen: „Wir wollen generell ein ekeliger Gegner sein“, sagt er. „Mannschaften gegen uns sollen keine Lust haben, wir wollen sie stressen und die drei Punkte,“ Wie er das umsetzen will, lässt er immer wieder üben: „Das Training ist sehr intensiv und anstrengend. Jede Woche wird uns aber guttun, die wir zusammen sind.“

Ob Leimbach am Sonntag die gleiche Startelf auf den Platz schicken kann wie zuletzt, ist unsicher. Hinter dem Einsatz von Tom Windhausen, der in Mengeringhausen verletzt ausschied, und von Janis Schuldt steht ein Fragezeichen.

TuSpo Mengeringhausen: Schon wieder geht‘s um sechs Punkte

Neuental/Jesberg – Mengeringhausen (Sa., 15.30 Uhr). Die gute Nachricht vorweg: Der TuSpo kann in der Begegnung mit dem Tabellenelften Tim Schade und Denny Benndorf einsetzen. Beide Spieler bringen nicht nur ihre Qualitäten ein, sondern verschaffen Spielertrainer Andre Gutmann auch zusätzliche Möglichkeiten, im Laufe des Spiels neuen Schub von der Bank einzuwechseln.

Vom 2:2 gegen die SG Bad Wildungen nach Aman Tesfus spätem Ausgleich nimmt Gutmann als positiv mit, dass seine Mannschaft bis zur letzten Minute um das Unentschieden gekämpft hat. Er weiß aber: „Wir müssen versuchen, Sicherheit in unser Spiel zu bekommen. Die erreichst du vor allem über Erfolge.“ Besagtes Remis war ein Teilerfolg, und Gutmann sagt über die kommende Partie: „Ich bin guter Dinge, dass wir einen ,Dreier“ mitnehmen können.“

Wieder im Kader: Marcel Fernandes (rechts) könnte in Körle für die SG Goddelsheim mitmischen.

Das letzte Spiel beider Mannschaften endete 4:4. So viele Gegentore will Gutmann nicht wieder kassieren, es sei wichtig, die eigenen Angriffe „aus einer stabilen Deckung zu starten“, sagt er. Neuental/Jesberg, das am Sonntag in Altenlotheim mit 1:4 unterlag, weist eine durchwachsene Heimbilanz aus, zuletzt ein 3:2-Sieg gegen Bad Wildungen, hat aber gegen die unmittelbaren Tabellennachbarn gepunktet.

Goddelsheim-Coach Fresen: „Vom Kopf her muss alles passen“

Körle – Goddelsheim/Münden (So., 14.30 Uhr). Der FC Körle kommt zusehends mit seinem erklärten Saisonziel in Kontakt: „Spaß am Fußball“. Nach verpatztem Start blieb der Verbandsliga-Absteiger in seinen letzten vier Partien ungeschlagen, holte acht Zähler und kletterte in der Tabelle auf Platz 13. Jens Fresen scheint die Entwicklung nicht zu wundern. „Ich halte Körle nach wie vor für eine sehr gute Truppe, die aus irgendwelchen Gründen etwas unten reingeraten ist“, sagt der SG-Trainer

Fresen würde natürlich trotzdem gern drei Punkte holen. „Ein Sieg wäre enorm wichtig, es muss aber wie gegen Kirchberg vom Kopf her alles passen“, sagt er. Heißt wohl auch: Seine Spieler sollten sich wegen der ersten 16 Saisontreffer des FCK nicht in voreilige Erfolgslaune versetzen. Der Kader der Lichtenfelser dürfte ordentlich besetzt sein. „Raoul Mitze, Marcel Fernandes und Robin Pieper rücken wieder in den Kader,“, berichtet Fresen. Ausfallen werde Philipp Rothe. (dv/bb/mn)

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