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Gudensberg landet 2:0-Coup beim Spitzenreiter

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Von: Ralf Ohm

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Fußballballett: Gudensbergs Lukas Illian (r.), der das 0:1 vorbereitete, im Zweikampf mit Enis Salkovic (CSC).
Fußballballett: Gudensbergs Lukas Illian (r.), der das 0:1 vorbereitete, im Zweikampf mit Enis Salkovic (CSC). © Schachtschneider

„Wir sind noch da“, konstatierte Tom Siebert. Und war selbst das beste Gudensberger Beispiel dafür, dass sich der abstiegsbedrohte Fußball-Verbandsligist noch längst nicht abgeschrieben hat. Im Gegenteil. Mit einem einem 2:0 (1:0)-Coup beim Tabellenführer CSC 03 Kassel meldete sich der Aufsteiger von 2020 eindrucksvoll zurück, woran der Torjäger mit einem Treffer und einer Torvorlage wesentlich beteiligt war.

Kassel - Dass Trainer André Fröhlich „nach hinten raus“ unterkühlt von einem „Arbeitssieg“ sprach, hatte damit zu tun, dass seine Mannschaft nach 70 Minuten doch noch mal in Bedrängnis geriet. Was einerseits am späten Aufbegehren des Favoriten lag, andererseits am verschwenderischen Umgang mit den eigenen Chancen. Vor Dörings Treffer zum 0:2 (50.) hatte Tom Siebert nach einem tollen Solo nur den Innenpfosten getroffen und danach verpasste Philipp Wissemann zwei Mal (65., 68.) die vorzeitige Entscheidung.

„Wenn wir das noch verlieren, sind wir selbst schuld“, unkte ein mitgereister FSG-Fan. Die Gefahr bannte schließlich Torwart Tom Stieghorst, der gegen Enis Salkovic (72.), Florian Steinhauer (78., 84.) und David Simoneit (88.) auf dem Posten war. Und bei Steinhauers 30m-Freistoß an die Latte (70.) Glück hatte.

Vor der Pause hatten ihm seine aufmerksamen und „extrem griffigen“ Vorderleute (Fröhlich) noch die meiste Arbeit abgenommen, quasi außer bei Standardsituationen nichts zugelassen. „Wir stehen gut“, konnte der FSG-Coach bereits nach acht Minuten zufrieden feststellen. Nicht nur in der Defensive, sondern im 4:1:4:1-Verbund auch im Angriff.

„Die Gudensberger haben uns mit ihren Umschaltmomenten von einer Verlegenheit in die andere gebracht“, gestand CSC-Trainer Lothar Alexi. Daraus resultierten allein in der ersten Hälfte vier Großchancen, von denen der aufgeweckte Gast indes nur eine nutzten konnte: Nach zehn Minuten war Dauerrenner Siebert nach einem Zuckerpass von Lukas Illian zur Stelle.

Der Plan mit dem agilen Torjäger in der Spitze sowie den nachrückenden Nico Döring und Philipp Wissemann ging weiter auf, doch CSC-Schlussmann Rudolph verhinderte die frühe Vorentscheidung. Seine größte Tat: In der 32. Minute vereitelte er eine Doppelchance für Siebert und Döring.

An der Rollenverteilung änderte das nichts. Beim Versuch der Gastgeber, das Spiel endlich an sich zu reißen, wurde ihre Abwehr immer wieder durch geschüttelt. Gudensberg (bzw. Tom Siebert) konterte herzerfrischend, was in der Tat Mut macht, in den kommenden Wochen der Wahrheit weiter beharrlich und erfolgreich am Klassenerhalt zur arbeiten.

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