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Gudensberg vor Abstieg - Tom Siebert nach Baunatal

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Von: Gerd Brehm

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Laufduell: Gudensbergs Nick Siebert (r.) enteilt Luca Trump (Vellmar). Der Youngster traf zum 0:1 nach vier Minuten.
Laufduell: Gudensbergs Nick Siebert (r.) enteilt Luca Trump (Vellmar). Der Youngster traf zum 0:1 nach vier Minuten. © Schachtschneider

Das war´s wohl. Nach der 1:6 (1:0)-Niederlage beim OSC Vellmar steht praktisch fest, dass die FSG Gudensberg aus der Fußball-Verbandsliga absteigen wird. Letzte, allerdings wohl nur noch theoretische Hoffnung: eine Niederlage der TSG Sandershausen am heutigen Samstag beim abgeschlagenen Schlusslicht Thalau. Wird der Tabellennachbar seiner Favoritenrolle gerecht, ist das Fernduell zugunsten der TSG entschieden.

Vellmar - Als in Vellmar der Schlusspfiff ertönte, hielten sich Ärger und Trauer bei den Gudensberger Akteuren in Grenzen, denn den Klassenerhalt hatten sie schon vorher verspielt. Dabei lief es für die Gäste beim Tabellendritten zunächst optimal, denn die Gebrüder Siebert sorgten für eine frühe Führung (4.). Tom setzte sich am linken Flügel durch, sein Pass landete bei Nick, und dessen Schuss ließ Vellmars Torwart Timon Dietrich passieren. Obwohl der OSC mit zahlreichen Angriffen antwortete, rettete die FSG den knappen Vorsprung in die Halbzeitpause.

Es war eine Mischung aus taktisch geschicktem Gudensberger Defensivverhalten und Vellmarer Abschlussschwäche, die dafür sorgte, dass sich am Spielstand lange nichts änderte. Vier klare Torchancen ließ der OSC in den ersten 45 Minuten liegen, nachdem Tom Siebert beinahe den zweiten Treffer erzielt hätte (6.). Obwohl der etatmäßige Abwehrchef Julian Lauterbach wegen einer Fußverletzung fehlte, hielt Tom Stieghorst seinen Kasten auch in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit sauber, ehe die Gäste in den Vellmarer Angriffswellen untergingen. Marko Utsch, Serkan Aytemür, Recep Cavdar und Enes Glogic wirbelten, zauberten und waren nicht mehr zu stoppen.

„Bis zum dritten Vellmarer Treffer in der 73. Minute hatte ich die Hoffnung auf einen Sieg noch nicht aufgegeben, aber in der Schlussphase war nichts mehr zu machen“, sagte Fröhlich. Trotz der klaren Niederlage lobte der Trainer, der auch auf Nico Döring und Philipp Wissemann verzichten musste, seine Mannschaft für deren lange Zeit leidenschaftliche Gegenwehr.

Ungeachtet der (wahrscheinlich marginalen) Bedeutung der letzten Partie gegen die SG Bad Soden (Mo. 15 Uhr Weinbergstadion) wird diese zum Abschiedsspiel für FSG-Eigengewächs Tom Siebert. Der Torjäger, der maßgeblich an der Gudensberger Erfolgsgeschichte in den letzten Jahren mitgeschrieben hat, wird den Verein Richtung KSV Banautal verlassen. Der 24-Jährige, seit den Bambinis bei der FSG, empfahl sich mit bisher 22 Saisontreffern für den Hessenligisten.

Als Abgänge stehen Fabian Otto und Tom Stieghorst fest, die beide erst mal pausieren wollen. Nach Sandershausen wechselt Lukas Killian, der derzeit wegen eines Bänderrisses nicht spielen kann. Bad Soden reist als Tabellenvierter an. Ursprünglich hatten die Osthessen den Aufstieg im Visier.

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