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Gudensberger Stürmer Tom Siebert kämpft beim KSV Baunatal um den Durchbruch

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Von: Sebastian Schmidt

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Ball im Blick: Baunatals Tom Siebert, hier im Zweikampf mit dem Friedberger Jan-Philipp Häuser.
Ball im Blick: Baunatals Tom Siebert, hier im Zweikampf mit dem Friedberger Jan-Philipp Häuser. © Andreas Fischer

Jahrelang ging es für ihn und mit seinem Heimatverein nur bergauf. Tom Siebert wurde als Stürmer besser und besser, die FSG Gudensberg marschierte von der Kreisoberliga bis in die Verbandsliga. Dort sorgte Siebert mit 21 Toren und 19 Assists in der Saison 2021/22 für mächtig Furore. Allein, den Abstieg der FSG konnte auch der Ausnahmekönner nicht verhindern.

Gudensberg/Baunatal – Und suchte im Sommer eine neue Herausforderung bei Hessenligist KSV Baunatal. „Solide“ fasst der 25-Jährige, der im November sein Referendariat als Grundschullehrer in Gudensberg aufgenommen hat, sein erstes Halbjahr zusammen. In Zahlen: sechs Tore gelangen Siebert in zwei Kreispokalspielen. In der Hessenliga stand er acht Mal in der Startelf, wurde neun Mal eingewechselt und leistete dabei vier Vorlagen. Allein, was fehlt zum endgültigen Durchbruch, ist auch ein Treffer in Hessens Oberhaus. „Tom hätte ein Tor mehr als verdient. Er ist sehr mannschaftsdienlich, ihm ist kein Weg zu weit“, lobt Trainer Tobias Nebe den schnellen Angreifer.

Nebe traut Siebert eine „große Zukunft“ beim KSV zu. Auch, weil er besonders wertvoll für den Teamgeist sei. Lernen müsse er allerdings „die Bälle noch besser festzumachen.“ Alles Teil eines Entwicklungsprozesses, der dem Gudensberger durchaus geläufig ist.

Neue Wege und neue Spielweise

Nur muss er jetzt nicht „nur“ den Ansprüchen einer höheren Liga gerecht werden, sondern sich auch ein Stück weit neu erfinden. Denn bei der FSG, wo er weiterhin Trainer der A-Jugend ist, war er der Schlüsselspieler im Angriff. Nun ist er einer von mehreren. Statt in einer Umschaltmannschaft muss er sich im 4:2:3:1-System in einem Team beweisen, das deutlich mehr Ballbesitz für sich in Anspruch nimmt. Auch seine Laufwege hat er ändern müssen. Hat weniger Räume, dafür häufiger den Ball am Fuß. Und sollte sich gegen einen Konkurrenten behaupten, zu dem er ein besonderes Verhältnis pflegt: den Ex-Schwalmstädter Leon Lindenthal. „Die Jungs gönnen sich alles. Die Freundschaft von Tom und Lindi ist nicht gespielt“, freut sich Nebe. Auch zusammen standen beide in der Startelf.

Sieben Mal in Folge durfte Siebert bis zum 8. Oktober beginnen. Vier Siege und drei Remis holte der KSV dabei, er war mit drei Assists beteiligt. Doch dann brach eine alte Muskelverletzung wieder auf. Vier Wochen war er raus, musste sich hinten anstellen. War Joker, weil Nebe der erfolgreichen Mannschaft vertraute. In der Vorbereitung wird Tom Siebert nun dafür kämpfen, wieder erste Wahl zu sein. Um auch die Sehnsucht nach seinem ersten Tor in der Hessenliga zu stillen. (von Sebastian Schmidt)

Hintergrund:

Der Schwalm-Eder-Kreis ist beim KSV Baunatal durchaus zahlreich vertreten. Gute Jugendspieler haben beim mit 7500 Mitgliedern größten Sportverein Nordhessens Tradition. Aktuell zählen sieben Fußballer mit Wurzeln im Schwalm-Eder-Kreis zum Kader des Hessenligisten. Der diesjährige Senkrechtstarter des Kultur- und Sportvereins Baunatal, Leon Recker (19 Jahre), wurde ebenso in Fritzlar geboren wie Mittelfeldspieler Julian Berninger-Bosshammer (22). Aus Neukirchen stammt Verteidiger Johann Klein (19), dessen Cousins Frederik Trümner (Eintracht Stadtallendorf), Benjamin Trümner (bis 2020 1. FC Schwalmstadt, zuvor u.a. Mainz 05 und TSG Hoffenheim) sowie Constantin und Jan-Philipp Trümner (beide SG Neukirchen/Röllshausen) ebenfalls Fußballer sind.

Als zweiter Torwart hinter Yannick Wilke (29) hat in dieser Saison der Ex-Spangenberger Felix Bachmann (30) seine drei ersten Einsätze in der Hessenliga geflogen. In der Vorbereitung darf sich mit Torwart-Talent Lukas Berger (18), dem Sohn von Lars Berger, ein weiterer Schwälmer bei Trainer Tobias Nebe zeigen. Dadurch bleibt es wie in der Hinrunde bei sieben Akteuren aus dem Schwalm-Eder-Kreis inklusive Tom Siebert und Leon Lindenthal (beide 25). Gewechselt ist indes der frühere Schwalmstädter Sebastian Schmeer (36), der nun dem KSV Hessen Kassel II zum Aufstieg in die Verbandsliga verhelfen soll. 

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