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Gudensbergs Abschied vom Sturmduo Siebert/Döring

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Von: Ralf Ohm

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Auf dem Platz ein Herz und eine Seele: Tom Siebert (l.) und Nico Döring, das Sturmduo der FSG Gudensberg. Nun gehen die beiden Torjäger getrennte Wege. pressebilder hahn
Auf dem Platz ein Herz und eine Seele: Tom Siebert (l.) und Nico Döring, das Sturmduo der FSG Gudensberg. Nun gehen die beiden Torjäger getrennte Wege. pressebilder hahn © Pressebilder Hahn

Im letzten Saisonspiel musste sich Verbandsliga-Absteiger FSG Gudensberg der SG Bad Soden mit 0:1 (0:0) beugen. Doch das ging beim emotionalen Abschied von Tom Siebert und Nico Döring unter.

Gudensberg – Das Spiel wurde erst mal zur Nebensache. Der Grund: Der Abschied von Tom Siebert. Der Spieler, der bisher sein ganzes Fußballerleben - seit den Minis - bei der FSG Gudensberg verbracht hatte. Macht, inklusive Freundschafts- und Hallenpartien fast 1000 Spiele. Darunter auch die, die die FSG dank seiner Tore von der Kreisoberliga in die Verbandsliga hievten. „Das war schon emotional“, gestand der 24-Jährige, als ihm vor seiner letzten Partie im roten Trikot ein von der Mannschaft signierter Ball überreicht wurde.

Die nostalgische Stimmung im Weinbergstadion hielt auch nach dem Anpfiff der Partie gegen die SG Bad Soden an. Gefüttert von der traurigen Erkenntnis, dass das kongeniale Sturmduo Siebert/Döring, das in den letzten drei Jahren so manche Abwehrreihe schwindlig gespielt hat, nun gesprengt wird. „Wir haben immer sehr gut harmoniert, uns auf dem Platz sehr gut ergänzt“, sagte Nico Döring, der den Absteiger ebenfalls verlassen wird. Während sein Freund zum Hessenligisten KSV Baunatal in die Hessenliga wechselt, will der 21-Jährige in der Verbandsliga bleiben.

Sie hatten erneut ihre gemeinsamen Momente. Wie gehabt Nico als Vorbereiter und Tom als Vollstrecker. Dass es diesmal nicht zu einem Treffer reichte, ist wohl auch ein Grund für die 0:1 (0:0)-Niederlage zum Saisonausklang und Ende des letztlich nicht bestandenen „Abenteuers Verbandsliga“.

Einen weiteren lieferte der Trainer. „Man hat schon gemerkt, dass es nicht mehr um alles geht“, sagte Andre Fröhlich. Und erklärte damit, warum seine Mannschaft auf das 0:1 durch Daniele Fiorentino (71.) nicht mehr adäquat reagieren konnte. Ein Sturmlauf der Gastgeber blieb aus, die spielerisch überlegenen Osthessen brachten ihren 20. Saisonsieg ohne große Mühe über die Runden.

Trotzdem. Einen hatten sie noch, seine beiden jungen Stürmer. Nach doppeltem Doppelpass gegen numerische Mehrheit der Gäste war Siebert plötzlich frei, zielte aber aus spitzem Winkel knapp am Tor vorbei (85.).

Die letzte Aktion des 24-Jährigen. In der 90. Minute verschaffte ihm sein Trainer per Auswechslung einen beifallumrauschten Abgang. Natürlich hatten die 250 Zuschauer bis zuletzt auf ein Abschiedstor ihres Lieblings gehofft, doch das tat ihrer Huldigung des Torjägers keinen Abbruch. Bei dem kehrten die Tränen zurück.

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