Hallenfußball: SG Wildeck gewinnt den Raiffeisencup durch ein 1:0 über Gerstungen

Mit der Hacke gemüllert

Kein Punkt, aber keineswegs enttäuscht: B-Ligist SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz (hier in Grün gegen Heinebach), gefiel fußballerisch. Foto: Walger

OBERSUHL. Ein technisches Kabinettstückchen sorgte im Endspiel des Hallenfußball-Turniers um den Raiffeisencup des ESV Hönebach für die Entscheidung. Der Spielertrainer der SG Wildeck, Christian Winter, brachte eine Ecke flach in den Strafraum, Christian Müller war zur Stelle und beförderte den Ball mit dem Außenrist zum 1:0-Endstand in den Kasten des ESV Gerstungen. Vorausgegangen war ein Gewaltschuss von Meik Dickmann, den Kopps im ESV-Gehäuse per Faustabwehr über die Latte gelenkt hatte.

Bis dahin hatten die Thüringer, die zum fünften Mal in Folge im Endspiel dieses Wettbewerbs standen, mehr vom Spiel. Golle und Mirtschink fanden aber in dem glänzend reagierenden Wildecker Keeper Leif Herrmann ihren Meister. Die letzten beiden Minuten waren dann an Dramatik kaum zu überbieten.

Grin verstolpert

Die Gerstunger drehten mächtig auf, Müller warf sich in einen Schuss von Dittmann, auf der Gegenseite verstolperte Richard Grin die Vorentscheidung. Herrmann rettete letztendlich der SGW mit seinen Paraden den Sieg. Das Team nahm damit erfolgreich Revanche für die 0:4 Finalniederlage vor zwei Jahren.

Dabei schienen den Wildeckern bereits im ersten Spiel gegen Titelverteidiger VfL Philippsthal die Felle davonzuschwimmen. Schnell lagen sie mit 0:3 zurück, konnten aber noch den Ausgleich erzielen. „Wir haben schwer in das Turnier gefunden, erst der Sieg gegen Hönebach brachte die Wende“, analysierte Wildecks Übungsleiter Winter. „Wir waren nicht das beste Team“, räumte er ein, „aber das konstanteste.“

In der Tat. Die Gerstunger dominierten in der Gruppe B, wo sie nur beim 1:1 gegen den Hallenkreismeister SG Hessen/SpVgg. Hersfeld Punkte ließen. Die Hersfelder waren überwiegend mit Spielern der zweiten Mannschaft angereist und hatten Startprobleme. Erst das 5:3 im letzten Gruppenspiel gegen die kurzfristig eingesprungene SG Nentershausen/Weißenhasel/Solz sicherte die Teilnahme am Spiel um Platz drei.

„Am Anfang hatte es gar nicht danach ausgesehen, dass wir so weit kommen. Hönebach war am Ende einen Tick besser“, zollte SG-Coach Andjelko Urosevic dem Gastgeber nach dem 2:1-Erfolg im kleinen Finale Lob. Sven Orth konnte zwar die Führung von Moritz Kreuzberg ausgleichen, doch Daniel Methners Treffer entschied letztendlich die Partie.

Die Hersfelder stemmten sich mit Macht gegen die Niederlage, doch mehr als ein Pfostentreffer von Orth sprang nicht mehr heraus. Frank Hauck, der Trainer der Gastgeber, war mit dem Abschneiden seines Teams zufrieden - auch wenn es nicht an die Leistungen bei der Kreismeisterschaft anknüpfen konnte. Dagegen überzeugte das junge Team aus Nentershausen/Weißenhasel/Solz, auch wenn die Ergebnisse das nicht bestätigen. Marius Franz sowie die Cousins Pascal und Marcel Mangold boten teilweise feinen Fußball.

Bei den VDES-Frauenhallenmeisterschaften war die SG Lispenhausen/Breitenbach mit zwei deutlichen Siegen das Maß aller Dinge. Zweiter wurde der ESV Hönebach, der den ESV Weiterode mit 3:0 bezwang. Für Weiterode blieb nur der letzte Rang.

Von Thomas Becker

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