Hallenkönige SG Escherode/Uschlag

Auch er traf im Endspiel: Ricardo Morales (links), hier gegen Florian Winkler (Gimte). 2 Fotos: Schröter

Göttingen. Als die SG Escherode/Uschlag am Sonntag kurz nach 13 Uhr zerknirscht das Spielfeld der Göttinger S-Arena verließ, konnte keiner ahnen, dass die Obergerichtler drei Stunden später in grenzenlosen Jubel ausbrechen würden.

Mittags hatte das Team von Trainer Carsten Ernst eine 0:5-Schlappe gegen GW Elliehausen kassiert. „Da haben wir uns blamiert“, gab der Coach später zu. Doch es schien, als sollte gerade diese Niederlage eine Trotzreaktion hervorrufen. Die in der Feldseri bislang enttäuschende SG sicherte sich beim Sputniks-Hallenmasters für Mannschaften der vier 1. Kreisklassenstaffeln den Kreismeistertitel dieser Spielklasse.

Damit schwang sich die SG nach dem Gewinn des Eulercups sowie durch den Triumph beim Mühlenbergcup zu den Hallenkönigen dieses Winters auf. „Wir waren nach unserem jüngsten Sieg beim Mühlenbergcup schon mit breiter Brust hier angetreten. Schön, dass es letztlich geklappt hat“, freute sich SG-Spieler Mirco Kraft, der das 3:1 im Finale gegen den TSV Seulingen mit einem Treffer ins verlassene Tor des A-Staffel-Tabellenführers besiegelte. Die anderen Tore hatten Morales und Ferber markiert.

Taktisch reif

Nicht nur in diesem letzten Spiel der ansprechend aufgezogenen Endrunde hatte sich die SG als taktisch reife Formation präsentiert, die geschickt verteidigte, dann aber im Abschluss sehr effektiv war. „Wenn es drauf ankam, haben wir immer zugeschlagen“, lobte Carsten Ernst die überlegte Spielweise seiner Schützlinge. Diese Spielweise hatte auch im Halbfinale Früchte getragen. Hier musste sich Escherode/Uschlag mit dem RSV Göttingen 05 auseinandersetzen. Carsten Ernst hatte im Vorfeld darauf getippt, dass der Tabellenführer der Kreisklassenstaffel B das Hallenmasters gewinnen würde. Doch auch hier agierte die SG samt eines toll aufgelegten René Schauwecker im Tor, sehr geschickt. Zwei Tore durch Mirco Kraft brachten ein überraschendes 2:0. Letztlich durfte Tim Brückmann die riesige Pokalsieger-Trophäe aus den Händen des Kreisvorsitzenden Hans-Jürgen Lotz entgegennehmen.

Die beiden anderen Altkreisvereine, die sich immerhin für die Endrunde qualifiziert hatten, der TSV Landwehrhagen und Tuspo Gimte II, verpassten die Halbfinals deutlich. „Ich bin heute von meiner Mannschaft wirklich enttäuscht“, sagte Landwehrhagens Trainer Andreas Kühne. Im abschließenden Gruppenspiel gegen Friedland hätte der TSV im Falle eines klaren Sieges noch weiterkommen können, doch es gab ein 0:3. Schon zuvor hatte das Team gute Chancen ausgelassen. So beispielsweise beim 3:3 gegen Seulingen, nachdem der TSV schon mit 3:1 geführt hatte. Nach einer Zeitstrafe fiel noch der Ausgleich. Kühne wurmte ebenfalls, dass es zwei kurzfristige Absagen in seinem Kader gegeben hatte.

Auch der Tuspo Weser Gimte musste auf einige eingeplante Akteure verzichten (unter anderem André Trapp). Die Mannschaft spielte zwar ein gutes Defensivsystem, aber nur zwei erzielte Tore waren viel zu wenig. Der Tuspo konnte mit allen Gegnern mithalten. Unter anderem mit dem späteren Turniersieger, gegen den die Gimter 1:0 führten, aber noch mit 1:2 verloren. „Wir haben uns in dieser Hallensaison insgesamt gut präsentiert“, meinte Trainer Peter Trapp. Diese Aussage soll demnächst auch auf dem Feld zutreffen. Dort kämpft der Tuspo als Tabellenletzter gegen den Abstieg.

Von Manuel Brandenstein

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