Bei der Rückkehr jäh gestoppt

Wieder die Muskulatur: Tobias Orth.

Drei Fußballer kehrten nach langen Pausen auf den Platz zurück – keiner von ihnen erlebte dort den Abpfiff. Einer schied nach neun Minuten verletzt aus, einer spät in der zweiten Hälfte. Und einer blieb aus ganz ungewöhnlichem Grund zur Pause in der Kabine.

Tobias Orth

Früh in dieser Saison zwang eine Muskelverletzung Tobias Orth zum Aussetzen. Kaum glaubte sich der Torhüter der TSG Sandershausen wieder fit, brach die Blessur erneut auf. Die Folge: acht Wochen Zwangspause. Endgültig eine Saison zum Vergessen wurde es für den 34-Jährigen am Sonntag.

Im Verbandsligaspiel beim SC Willingen (0:1) erstmals wieder zwischen den Pfosten, war nach neun Minuten bereits Schluss. „Nach einer Woche im Training habe ich mich gut gefühlt. Aber dabei spielen wir nicht über das ganze Feld. Und beim ersten Flachabstoß ist es dann passiert“, berichtet Orth. Die alte Verletzung brach wieder auf, „kein Muskelbündelriss, aber mehr als ein Faserriss“. Sofort merkte er, „dass ich nicht noch mal an den Ball treten kann“. Und räumte seinen Platz für Loic John. Nach der Winterpause will er wieder angreifen.

Hendrik Bestmann

Und täglich grüßt das Murmeltier: Im September 2018 verletzte sich Hendrik Bestmann von Eintracht Baunatal schwer und musste mit ausgekugelter Schulter per Rettungswagen in eine Klinik transportiert werden. Gestern im Duell der Großenritter mit Schwalmstadt traf es ihn abermals. Ein leichter Zupfer seines Gegenspielers, und die vorgeschädigte Schulter war erneut ausgekugelt. Wieder brachte ein Rettungswagen Bestmann ins Krankenhaus. Am Abend durfte er mit wieder eingerenkter Schulter nach Hause. „Erinnern kann ich mich an nichts, erst wieder an die Entlassung“, sagt er. Immerhin konnte er gestern an seiner schriftlichen Prüfung zum Industriemeister teilnehmen. Nähere Aufschlüsse über die Schwere der Verletzung muss ein MRT noch liefern.

Stefan Matzenmiller

Ganze 15 Spiele bestritt Stefan Matzenmiller für die erste und zweite Mannschaft des OSC Vellmar seit Beginn der Saison 17/18. Lange hatte ihn eine Schambeinentzündung ausgebremst. Von April an fehlte er wegen eines halbjährigen Studien-Praktikums in Stuttgart. Nach einem Einsatz in der Gruppenliga-Elf des OSC stand er nun in Hünfeld erstmals wieder in der Startelf. Allerdings nur 45 Minuten lang. Eine neuerliche Verletzung? Der 24-Jährige gibt Entwarnung. „Ich bin noch nicht wieder so weit. Weil uns viele Spieler fehlten, bin ich eingesprungen“, sagt er. Und als der zunächst privat verhinderte Egli Milloshaj in der Pause eintraf, stellte Trainer Jörg Müller um.

„Klar ist meine Bilanz der letzten Jahre nicht so toll. Aber ich sehe das entspannt. Ich bin ja kein Profi. Der Fußball ist mein Hobby und hat mir mehr gegeben, als genommen“, sagt Matzenmiller. Aufhören ist für ihn keine Option. „Auch wenn es frustrierend ist, wenn man immer wieder zurückgeworfen wird und sich neu reinkämpfen muss.“

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