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Jahn Hemeln nach 2:1 gegen Gimte im Viertelfinale

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Hemelns Wilko Wenzel (weißes Trikot) versucht noch vor Julian Köhler an den Ball zu kommen. Letztlich wird aber Gimtes Nils Grünewald parieren.
Großchance: Hemelns Wilko Wenzel (weißes Trikot) versucht noch vor Julian Köhler an den Ball zu kommen. Letztlich wird aber Gimtes Nils Grünewald parieren. © Manuel Brandenstein

Bei frostigen Temperaturen lieferten sich die Fußballer des TSV Jahn Hemeln und Nachbar 1. FC Gimte ein heiß umkämpftes Kreispokalduell. Letztlich zogen die Gastgeber nach einem 2:1 (1:1) ins Viertelfinale ein.

Hemeln – Es war zugleich das erste Pflichtspiel zweier Mannschaften aus dem Altkreis Münden nach monatelanger Winterpause. Angesichts des abwechslungsreichen Geschehens auf dem Hemelner Platz konnte man als Zuschauer fast die Eiseskälte vergessen. Zahlreiche Spieler bekamen allerdings nach vier Monaten Spielpause die Folgen des hohen Einsatzes bei Tiefsttemperaturen zu spüren: Auf beiden Seiten lagen immer wieder Akteure auf dem Boden, krümmten sich vor Schmerzen und wurden in Decken gehüllt. Am schlimmsten erwischte es – man will fast „natürlich“ sagen – die schon im Herbst arg in Mitleidenschaft gezogenen Hemelner. Bei ihnen musste der bislang in der Punktspielserie achtmal erfolgreiche Tim Beuermann nach nur 22. Spielminuten vom Platz getragen werden. Er war zuvor ohne Gegner-Einwirkung zu Boden gegangen; eine Diagnose stand aber noch aus.

Trotzdem kam der TSV Jahn zur 1:0-Führung. Und das gegen Gimter, die zunächst sogar den besseren Eindruck hinterlassen hatten und forsch angriffen. Doch dann schlenzte Tim Olesch eine Flanke in den Gimter Strafraum, der Torhüter konnte nur abklatschen und bei seinem Rettungsversuch traf Sascha Hoege unglücklich ins eigene Tor (9.). Auf der anderen Seite hätte Nikolai Griesam für den schnellen Ausgleich sorgen können, zielte aber am langen Eck vorbei. Trotzdem fiel noch vor der Pause das verdiente 1:1 (35.). Nach einem in der Entstehung umstrittenen Eckball kam Gimte gleich dreimal zum Schuss. Zweimal parierte Stolle, doch dann hatte Torschütze Timo Schmauch das bessere Ende für sich. Erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit kamen die Hemelner richtig in Schwung, verpassten aber die erneute Führung.

Nach dem Seitenwechsel wurde der Hemelner Druck immer größer, aber sie vergaben sogar einen Foulelfmeter, den Wilko Wenzel herausgeholt hatte, den Gimtes Keeper Nils Grünewald aber gegen Schütze Tim Olesch bravourös parierte. Die Entscheidung fiel durch den erstmals seit Sommer wieder in einem Pflichtspiel auflaufenden Torjäger Sönke Wenzel: Er traf aus sehr spitzem Winkel ins lange Eck zum 2:1 (72.).

Die Gimter Offensive wachte erst in der Schlussphase wieder auf, dann aber gewaltig. Mit etwas Glück wäre der Ausgleichstreffer gefallen, doch auch die sechsminütige Nachspielzeit konnte am Hemelner Weiterkommen nichts mehr ändern. „Ich fand unseren Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit verdient“, sagte Hemelns Trainer Leo Marino. Gimtes Oliver König erinnerte an das erste Punktspiel in zwei Wochen, das sein Team erneut auf Hemeln treffen lässt. „Mal sehen, wie viele Spieler dann noch verletzt sind ...“, unkte König. (Manuel Brandenstein)

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