1. Startseite
  2. Sport
  3. Fußball regional

Baunatals Cakmak setzt beim 4:3 noch einen drauf

Erstellt:

Kommentare

Der Mann des Spiels: Baunatals Hüseyin Cakmak (links), hier im Spiel gegen den Hanauer Damjan Kovjenic traf zweimal beim 4:3 in Steinbach.
Der Mann des Spiels: Baunatals Hüseyin Cakmak (links), hier im Spiel gegen den Hanauer Damjan Kovjenic traf zweimal beim 4:3 in Steinbach. © dieter schachtschneider

In der Fußball-Hessenliga setzt sich der KSV Baunatal nach seinem fünften Saisonsieg mit nun 18 Punkten im vorderen Tabellenmittelfeld fest. Beim Tabellenvorletzten TSV Steinbach II siegten die VW-Städter am Sonntag mit Moral und Glück 4:3 (3:1).

Kein taktisches Geplänkel, sondern teils vogelwilde Abwehrreihen und von Anfang an ein Kampf mit offenem Visier. Sieben sehenswerte Treffer und weitere zahlreiche ungenützte hochkarätige Torchancen. Dazu ein schwacher Schiedsrichter, der die Emotionen auf beiden Seiten zusätzlich hochkochen ließ. Die insgesamt 95 Minuten boten den handgezählt 62 Zuschauern viel Kurzweil.

Die spielstarken Gastgeber hatten nach einer Viertelstunde bereits dreimal den Torschrei auf den Lippen, lagen aber mit zwei Toren hinten. Während Patrick Krengel (2.) und Felix Schäfer (11.) für den KSV jeweils auf der Torlinie klären konnten und Finn Bedenbender am Pfosten scheiterte (10.), nutzten auf der Gegenseite Leon Recker mit einem überragenden Hackentor (4.) und Jonas Springer mit einem feinen Schlenzer ins lange Eck (15.) ihre Möglichkeiten.

Acht Minuten später legte Pereira da Silva Sandro Noriega den Anschlusstreffer auf (23.). Nachdem der Vorlagengeber nur um Haaresbreite das Kreuzeck verfehlt hatte (28.), zog der kaum zu bremsende Hüseyin Cakmak links an drei Gegenspielern vorbei und ließ TSV-Keeper Maximilian Pauli bei seinem Flachschuss keine Abwehrmöglichkeit (33.).

„Die Steinbacher waren spielerisch stark, haben mit viel Risiko gespielt und uns den Zugriff auf das Spiel extrem schwer gemacht. Wir haben dann aber Charakter gezeigt und konnten offensiv immer nachlegen“, stellte Tobias Nebe fest. Der KSV-Trainer nahm kurz nach der Pause den am Rande eines Platzverweises wandelnden Niklas Künzel aus dem Spiel und sah seine Elf erst einmal in die Defensive gedrängt. Der scheinbar beruhigende Zwei-Tore-Vorsprung war nach einer Stunde wieder weg.

Zunächst ließ Paul Pöpperl vier KSV-Spieler auf engstem Raum wie Slalomstangen stehen und schob zum erneuten Anschlusstreffer ein, dann servierte das Ausnahmetalent Sandro Noriega mit einer butterweichen Flanke den Ausgleich (62.). Aber auch wenn das Momentum nun auf Seiten der Steinbacher schien, blieben die Gäste ruhig und schlugen zurück. Nach einem Freistoß von Krengel brachten die Gastgeber den Ball nicht aus dem Strafraum, was erneut Cakmak mit seinem unhaltbaren Schuss auch prompt bestrafte (69.).

Der eingewechselte Sebastian Schneider hatte zwar völlig freistehend noch den Ausgleich auf dem Fuß, scheiterte aber an KSV-Schlussmann Yannick Wilke (80.). Unschöner Höhepunkt der Begegnung war ein übles Foul von Leon Wirtz an Cakmak, der den schnellen Gästestürmer von hinten umsenste und Rot sah (86.).

Steinbach II: Pauli - Bedenbender (85. Arfaoui), Hartmann, Wirtz, Pereira da Silva - Goldbach (74. Tahiri) - Pöpperl, Noriega, Aydogan, Künkel (74. Schneider) - Theis

Baunatal: Wilke - Schneider, Schäfer, Künzel (47. Durak), Krengel - Borgardt - Cakmak (87. Üstün), Berninger-Bosshammer, Springer (87. Lorenzoni), Recker (38. Schmeer) - Siebert (70. Lindenthal)

SR: Haustein (Großen-Buseck) - Z: 62

Tore: 0:1 Recker (4.), 0:2 Springer (15.), 1:2 Noriega (23.), 1:3 Cakmak (33.), 2:3 Pöpperl (56.), 3:3 Noriega (62.), 3:4 Cakmak (69.)

Rot: Wirtz (86., Steinbach II) wegen groben Foulspiels.

Von Frank Losert

Auch interessant

Kommentare