Fußball-Hessenliga: Adonis Kaquri und Matthias Lutz defensiv stabil - im Spiel nach vorn hakt‘s noch

1:3-Niederlage trübt passables Debüt

Robust im Zweikampf: Schwalmstadts Debütant Adonis Kaquri (links), der sich hier gegen Valon Ademi (Stadtallendorf) durchsetzt. Foto: Hahn

Treysa. Nein, euphorisch klang das nicht. „Einigermaßen“, fand Adonis Kaquri sein Hessenliga-Debüt. Und auch Matthias Lutz, der ebenfalls seinen Einstand beim Aufsteiger 1. FC Schwalmstadt feierte, schien eher geknickt denn zufrieden: „Es hätte besser laufen können.“

In der Tat. Das nackte Ergebnis - ein 1:3 im Derby gegen Eintracht Stadtallendorf - war ob eines phasenweise ausgeglichen Spiels höchst unbefriedigend, eine gewisse Konsolidierung des vor der Winterphase arg gerupften FCS trotzdem nicht zu übersehen. Die wiederum auf ein neues Spielsystem zurück zu führen ist, in dem ausgerechnet die beiden Spieler aus der zweiten Mannschaft eine ganz wichtige Doppelrolle auf der Außenbahn spielen. Bei eigenem Ballbesitz als Antreiber aus dem Mittelfeld, bei gegnerischem Anrennen als Absicherung nach hinten, so dass frei nach Schalker Vorbild aus der Dreier- eine Fünfer-Abwehrkette wird.

Klar haben sie auch davon profitiert, dass fünf potenzielle Kandidaten für diese Position ausfielen (Kutzner, Langhans, Trümner, Liebermann, März), sich ihre Nominierung aber auch durch eine gute Vorbereitung verdient. Christoph Keim jedenfalls sah sich in seiner Personalentscheidung bestätigt. „Sie haben das ganz ordentlich gemacht“, lobte Trainer Christoph Keim die beiden „Aufsteiger“.

Neues System funktioniert

Defensiv besser als offensiv, wie diese selbstkritisch bekundeten. Adonis Kaquri musste nach Bräutigams verletzungsbedingten Ausscheiden sogar neben Abwehrchef Jannis Lerch aushelfen - und ließ auch in dieser Position wenig bis nichts anbrennen. An laufintensiven Impulsen für den eigenen Angriff hinderten den 21-Jährigen auch eine Erkältung und die eigene Premierennervosität.

Kollege Lutz dagegen hätte in der 57. Minute zum Derby-Helden avancieren können, doch Torwart Säglitz parierte den Volleyschuss des 25-Jährigen von der Strafraumgrenze. „Ich hätte noch härter abziehen müssen“, übte das Schwälmer Eigengewächs Selbstkritik.

Dabei hat der Mittelfeldspieler durchaus Gefallen an diesem System gefunden. Weil‘s zur Mannschaft („So haben wir eine zusätzliche Absicherung und können mehr kontern“) und zu ihm selbst passt: „Da kann ich einige Meter machen.“

Muss er auch, genauso wie Adonis Kaquri, sonst kann‘s nicht funktionieren. Und wenn‘s funktioniert, steigen auch die Chancen der beiden, mit dem Hessenliga-Team ihren ersten Sieg zu feiern. Um sich dann mal ausgiebig zu freuen, was ihr durchaus ansprechendes Debüt nicht hergab.

Von Ralf Ohm

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.