1700 Fans verfolgen 6:0-Sieg des SC Padernborn in Allendorf

Allendorf. Viele Zuschauer, sechs Tore und ein sympatischer Bundesligist: Das Gastspiel des SC Paderborn am Donnerstag in Allendorf sorgte für durchweg zufriedene Gesichter.

Mit 6:0 (3:0) setzten sich die Ostwestfalen gegen den FC Ederbergland durch, der sich aber durchaus achtbar schlug - vor allem in der zweiten Hälfte.

Zufriedene Gesichter gab es aber schon im Vorfeld bei den Verantwortlichen des FCE, denn die Kulisse, die ins Allendorfer Stadion gekommen war, war beachtlich. Es dürften gut 1700 Zuschauer gewesen sein, die den SC Paderborn sehen wollten. „Das haben wir so nicht erwartet., Das ist ein toller Rahmen“, sagte Claus Junghenn, Allendorfer Bürgermeister und zweiter Vorsitzender des Hessenligisten.

Auch Michael Born war erfreut über den Fanandrang. „So ein Spiel ist Imagewerbung für uns“, so der Geschäftsführer Sport des SC Paderborn, der hinzufügte: „Wir merken nach dem Bundesligaaufstieg schon, dass unser Einzugsbereich größer wird.“

Im Spiel selber gab der Bundesligist wie erwartet klar den Ton an. Vor allem läuferisch und technisch war ein Klassenunterschied erkennbar. Wie beim 0:1 - nach einem Fehlpass von Sadettin Taskiran setzte Süleymann Koc zu einem kraftvollen Solo über den halben Platz an, passte quer zu Stefan Kutschke, der keine Mühe hatte, den Ball über die Linie zu drücken (9.). Zehn Minuten später tauchte Koc vor FCE-Torhüter Dominik Geiss auf und markierte den zweiten Treffer, dem Idir Ouali direkt nach dem Anstoß das 0:3 folgen ließ.

Nach einer halben Stunde zeigte dann Geiss sein Können: Erst parierte er glänzend gegen Alban Meha (30.), eine Minute später gegen Kutschke und kurz darauf sehenswert einen Schuss von Ouali, wofür er von den Zuschauern mit Szenenapplaus belohnt wurde. „So ein Spiel ist natürlich ideal für einen Torhüter, weil man viele Gelegenheiten bekommt, sich auszuzeichnen.“

Fußball-Testspiel des Hessenligisten FC Ederbergland gegen Paderborn

Im zweiten Durchgang wurde dann munter gewechselt. Paderborn setzte neun neue Spieler ein, der FCE schickte wie angekündigt eine komplett neue Elf auf das Feld. Und die schlug sich gut, denn nun hatte Paderborn deutlich größere Probleme, sich in Szene zu setzen. „Da ziehe ich den Hut vor den Jungs, wie die gespielt haben“, lobte auch FCE-Trainer Harry Preuß.

Paderborn brauchte da schon zwei Standartsituationen - Freistoß Meha (67.) und Christian Strohdiek nach einer Ecke (74.) - um auf 5:0 zu erhöhen. Anschließend blieben große Chancen Mangelware. Erst als sich zahlreiche Kinder schon am Spielfeldrand auf die Autogrammjagd vorbereiteten, erzielte Mahir Saglik (89.) den Endstand.

Auch in der Nachspielzeit sammelte Paderborn wieder viele Pluspunkte, denn Spieler und Trainer André Breitenreiter erfüllten bereitwillig zahlreiche Foto- und Autogrammwünsche der Fans. „Wichtig war, dass alle Spaß haben. Und auch die Kinder sollen sich ja freuen“, sagte Alban Meha treffend.

Von Thorsten Spohr

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