Hessenliga: Lohfelden und Vellmar wollen Klassenerhalt aus eigener Kraft schaffen

Abstiegskampf so oder so

Mario

Kassel. Der Klassenerhalt ist dem OSC Vellmar und dem FSC Lohfelden in der Fußball-Hessenliga noch nicht sicher. Doch die Zeichen stehen gut, dass sie nicht absteigen. Weil Wehen Wiesbaden II zurückzieht und nach Saisonende auf den letzten Platz gesetzt wird, müssen nur drei weitere Mannschaften den Gang in die Verbandsliga antreten. Allerdings nur dann, wenn Wehen Wiesbaden dem Hessischen Fußballverband den Ausstieg bis zum 15. Mai schriftlich betätigt – wovon Klassenleiter Jürgen Radeck ausgeht.

Neben der Drittliga-Reserve müssten mit Schwalmstadt, Darmstadt und Ederbergland die letzten Drei absteigen. Gelegenheit, den Abstand auf jene auszubauen, haben die Vellmarer am Samstag ab 15 Uhr (Am Schwimmbad) im Heimspiel gegen den 1. FC Eschborn, die Lohfeldener zur gleichen Zeit in Seligenstadt.

OSC Vellmar

Die Situation: Die Vellmarer weisen einen Vorsprung von acht Punkten auf den Drittletzten auf. Sollte Wehen doch nicht als Absteiger gelten, wären es nur drei auf Griesheim, den Viertletzten.

Die Tendenz: Nur fünf Punkten holte der OSC aus acht Spielen in 2015 und rutschte ab. Vergebens mahnte Trainer Mario Deppe wiederholt mehr Engagement an. „Ich stelle mich immer vor die Jungs. Aber dafür fordere ich Einsatzbereitschaft und Leidenschaft.“ Dass er bisher nicht erhört wurde, deutet er als Charakterfrage: „Die Mannschaft hat kein fußballerisches Problem. Wenn es bei ihr läuft, dann läuft’s. Aber wenn nicht, gerät sie in Schwierigkeiten.“

Das Restprogramm: Sechs Punkte glaubt Deppe noch zu benötigen, um so oder so auf der sicheren Seite zu sein. Kommt seine Elf in die Spur, dürfte sie es gegen zwei Teams aus der oberen und zwei aus der unteren Tabellenhälfte schaffen. FSC Lohfelden

Die Situation: Das Minimalziel der Lohfeldener waren 40 Punkte. „Wir wollen deshalb zwei Siege in vier Spielen einfahren. Ob das dann Erfolge gegen Griesheim und Oberrad sein werden, die hinter uns stehen, weiß ich nicht“, erklärt Velte und fragt, nachdem seine Mannschaft selbst bei Tabellenführer Steinbach zuletzt lange gut aussah: „Warum sollten wir also in Seligenstadt nicht gewinnen können?“

Die Tendenz: „Wir haben durch die letzten sieben recht erfolgreichen Spiele mit vier Siegen Selbstbewusstsein getankt und sind konditionell gut dabei“, weiß Trainer Otmar Velte und ergänzt: „In der Mannschaft ist ein bisschen was zusammengewachsen. Das gilt es jetzt erneut auf den Platz zu bringen.“

Das Restprogramm: Der FSC Lohfelden bekommt es mit drei Mannschaften aus der unteren sowie einer aus der oberen Tabellenhälfte zu tun. Viel Bedeutung misst Velte solchen Gedankenspielen freilich aber nicht bei. Archivfotos: Fischer/nh

Von Wolfgang Bauscher und Sebastian A. Reichert

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