Fußball-Hessenliga: FCE-Coach Kovacevic will neue Reize setzen und Klasse halten

„Alle mit Herzblut dabei“

Er soll den Abstieg des FC Ederbergland aus der Hessenliga vermeiden helfen: der neue Coach Vladimir Kovacevic. Foto: Archiv

BATTENBERG. Ostermontag steigt das erste Spiel des Fußball-Hessenligisten FC Ederbergland unter der Regie des neuen Trainers Vladimir Kovacevic. Die Reise geht nach Oberrad. Dort will der FC Ederbergland drei Punkte sichern – deswegen wird jetzt richtig Gas gegeben. Am Dienstag stand der 46-Jährige mit der Mannschaft erstmals auf dem Trainingsplatz. „Der Klassenerhalt soll her“, sagt Kovacevic im HNA-Interview.

Herr Kovacevic, wie ist das erste Training gelaufen?

Vladimir Kovacevic: Gut, wenn das Wetter nicht so schlecht gewesen wär. Es waren alle mit Herzblut dabei. Da kann ich zufrieden sein. Ich habe nicht auf ein bestimmtes Ziel hin trainiert, außer dass ich mir gegen Ende die vier Stürmer gepackt und Torschusstraining gemacht habe. Es ging mehr darum, frisch und frei anzufangen. Ich bin der Nachfolgers eines Trainers, der gute Arbeit gemacht hat. Ich muss jetzt schauen, wie ich das meiste heraus hole.

Wie ist das Training beim Team angekommen?

Kovacevic: Da muss man die Mannschaft fragen. Aber bei der Aufgabenstellung ist mir das auch egal. Der Klassenerhalt soll her. Da kann ich bei 30 Spielern nicht auf jede Gemütslage Rücksicht nehmen. Ich kann auch nur elf Spieler aufstellen und habe dabei meine Vorstellungen. Zunächst muss ich Reize setzen, Stimmung reinbringen und Selbstvertrauen vermitteln.

Die Taktik wird also geändert?

Kovacevic: Müssen wir. Das beginnt bei der Nummer eins und endet bei der elf. Am Samstag ist das Abschlusstraining. Bis dahin will ich weiter sein und mir Erkenntnisse geholt haben. Der schmale Grat ist der, nach hinten nicht viel zuzulassen, und nach vorn gleichzeitig was zu bewegen.

Ist die Dreierkette weiter ein Thema?

Kovacevic: Ich bin ein Verfechter der Viererkette, weil die Mannschaft kompakter steht. Aber ich kann weder zaubern noch hexen. Ich muss meine Scout-Informanten wieder aktivieren, um Infos über die Gegner zu bekommen. Da sind viele Sachen, die ich zu erledigen habe, bevor eine Spieltaktik steht.

Wie groß ist die Chance auf den Klassenerhalt?

Kovacevic: Ich hoffe auf das Glück des vergangenen Jahres, als ich als Vertretung von Christian Hartmann in Griesheim und Hünfeld gewonnen habe. Ich sage mal 50 Prozent.

Werden Sie personell viel rotieren?

Kovacevic: Der bisherige Stamm wird spielen. Ich kann nicht einfach acht Spieler rauswerfen und acht neue bringen, nur weil noch kein Spiel nach der Winterpause gewonnen wurde. Die bisherigen Automatismen müssen wir nutzen.

Welche Rolle spielt die Zweite bis zum Rundenende?

Kovacevic: Auf jeden Fall wird zusammen trainiert. So bin ich in Battenberg groß geworden und so war es auch am Anfang beim FCE. Ich bin ein Verfechter des gemeinsamen Trainings. Natürlich muss man auch mal trennen. Ob ein Nolte mit einem Luca Meyer trainiert oder ein Kovacevic mit einem Nils Hoffmann, ist mir egal. Es geht um das Wir-Gefühl. Bei speziellen Sachen wie Standards oder Pass-Spiel muss man auch mal trennen.

Und wer wird im Tor stehen?

Kovacevic: Ich weiß noch nicht so recht, wie ich es anpacken soll. Durch zu viele Wechsel will ich auch nicht zu viel Unruhe reinbringen. Auf der anderen Seite will ich ja die Reize setzen. Hier bin ich noch unentschlossen.

Ihr Tipp, wie geht das Spiel in Oberrad aus?

Kovacevic: Wir gewinnen 2:1.

Von Wilfried Hartmann

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