Baunatal verliert 1:2 in Flieden – Frust über angebliches Freistoßtor von Langhans

Ankunft im Abstiegskampf

Traf für Baunatal: Kyung Ho Lee. Foto: Fischer

Flieden. Enttäuschung pur beim Fußball-Hessenligisten KSV Baunatal, Aufatmen bei Buchonia Flieden. Nach zwei Traumtoren von Filip Osman (23.) und Stefan Dietz (48.) mussten sich die VW-Städter bei den Buchonen mit 1:2 (0:1) geschlagen geben.

Es hätte zum durchwachsenen, hektischen Spiel gepasst, wenn sich die Fliedener nach der 2:0-Führung selbst ein Bein gestellt hätte. Was allein Mohammed Habaqza (40., 87. 90.+1), Julian Ankert (49., 50.) oder Patrick Broschke (89.) an erstklassigen Kontern liegen ließen, war für den Buchonen-Anhang zum Haareraufen.

Allerdings brachte Flieden den Gegner nach dem Traumtor von Stefan Dietz, der einen Abpraller aus 22 Metern volley mit rechts direkt in den linken Winkel zimmerte (48.), selbst wieder ins Spiel: Dietz hätte den Ball beruhigen können, seine Kopfballverlängerung wurde abgefangen, Tom Samson marschierte auf der rechten Seite durch und in der Mitte musste Kyung Ho Lee nur noch einschieben (68.).

Aufregung herrschte vor allem in Minute 79: Baunatal bekam einen Freistoß 17 Meter zentral vor dem Tor zugesprochen, Nico Langhans wurde eingewechselt und durfte gleich schießen. Seinen Hammer bekam Fliedens Keeper Jonas Ritzel erst im Nachfassen, nach Baunataler Auffassung war der Ball hinter der Linie, Schiedsrichter Marcus Rolbetzki (Marburg) ließ weiterlaufen. „Der Ball war auf der Linie“, schwört Ritzel. Baunatals Kapitän Jan-Niklas Hanske sah wegen Meckerns die Ampelkarte.

In der Schlussphase hätten Habaqza und Broschke die Partie entscheiden können, scheiterten aber mehrmals an KSV-Keeper Sebastian Finke. Bezeichnend war vor allem die 92. Minute, als Dietz nach schlechtem Zuspiel nur noch den Pfosten traf.

Dann war endlich Schluss und das Zittern hatte ein Ende: Baunatal wiederum ist jetzt endgültig im Abstiegskampf angekommen, und das weiß auch Spielertrainer Tobias Nebe „Ich bin mir meiner Verantwortung bewusst. Ich muss mir jetzt Gedanken machen, ob ich noch der richtige Mann an der Seitenlinie bin. Vielleicht ist ein neuer Reiz für die Mannschaft genau das Richtige, auch wenn ich an die Mannschaft glaube und meine ganze Leidenschaft am KSV Baunatal hängt. Diese Entscheidung werde ich in den nächsten Tagen treffen müssen.“

Von Ralph Görlich

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