KSV Baunatal setzt im Hessenliga-Kader auf Mischung von Talent und Erfahrung

Auch Bravo Sanchez weg

Auch auf sie kommt es in der bevorstehenden Hessenligasaison an: Trainer Tobias Nebe (rechts) neben seinen Neuzugängen (hinten von links) Vyacheslaw Petrukhin, Mirko Tanjic, Tjarde Bandowski, Chang Dae, Nico Möller sowie (vorn von links) Luca Trump, Egli Milloshaj, Sumin Lee und Martin Kappler. Foto: Schachtschneider

baunatal. Nicht anwesend waren mehrere Fußballer des KSV Baunatal bei der Vorstellung der Mannschaft für die kommende Hessenligasaison. So wie Manuel Pforr und Nico Schrader. Auch Antonio Bravo Sanchez fehlte. Doch anders als die Erstgenannten wird er nicht mehr dazustoßen. Nach Ingmar Merle verlieren die VW-Städter somit einen weiteren Leistungsträger.

Während Merles Abgang länger feststand, kam das späte Ausscheiden von Bravo Sanchez überraschend. Verein und Spieler lösten den Vertrag auf, Trainer Tobias Nebe nannte „Meinungsverschiedenheiten“ als Grund dafür.

Kann der KSV die Verluste kompensieren? „Wir müssen das Teamgeist ausgleichen, auch wenn unsere Jungen nicht gleich in die Fußstapfen der beiden treten können“, sagt Nebe. Dafür sieht er seinen Kader durchgängig in allen Mannschaftsteilen gut besetzt.

Mit den Rückkehrern Mirko Tanjic und Vyacheslaw Petrukhin sowie Egli Milloshaj kamen laut Nebe „gestandene Hessenligaspieler“ hinzu. Nebe ist überzeugt, dass es gerade die beiden ersten noch einmal wissen wollen, und hält große Stücke auf sie. Zumal Tanjic in perfekter körperlicher Verfassung am Baunsberg aufkreuzte.

Angetan ist der Trainer, dem mit Cihan Timocin wieder ein Co-Trainer zur Seite steht, auch von seinen jungen Offensivkräften: „Nico Möller und Tjarde Bandowski sind unglaublich talentierte Stürmer. Allerdings müssen sie sich an den Seniorenfußball noch gewöhnen.

Besonders im Sturm ist die Konkurrenz groß. Dort stehen mit Pforr und Schrader bewährte Kräfte zur Verfügung. Und gerade von Letzterem erwartet Nebe nach dessen unbefriedigender letzter Saison viel. „Er wurde immer wieder durch Verletzungen aus dem Rhythmus gebracht, ist aber sehr wichtig für uns und ein absoluter Führungsspieler“, sagt der Trainer. Neben den beiden wächst auch Maximilian Werner allmählich zur festen Größe heran.

Um den Platz im Tor wetteifern Pascal Bielert und Sacir Nikocevic. Neuzugang Rick Christoph möchte ein Wort mitreden. Mittelfeldspieler Felix Schäfer wird nach schwerer Knieverletzung frühestens Mitte Oktober ins Training zurückkehren.

Bleibt die Frage nach dem Saisonziel. „Wir wollen aufsteigen“, scherzt Nebe gut gelaunt. Und zerstreut vorsichtshalber alle womöglich aufkommenden Missverständnisse: „Nein, war ein Witz. Wir peilen einen einstelligen Tabellenplatz an und wollen nicht wie im Frühjahr wieder in Schwierigkeiten geraten.“

Nach der Präsentation machten sich die Baunataler auf den Weg und testeten beim niedersächsischen Oberligisten SVG Göttingen. Bei der 2:3 (0:1)-Niederlage trafen erst in der Schlussphase Chang Dae (84.) und Tom Samson (88.) für den KSV. „Wir waren körperlich an einem toten Punkt und gedanklich nicht auf der Höhe“, befand Nebe am Ende eines langen Tages. Foto: Hedler

Von Wolfgang Bauscher

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