Fußball-Hessenliga startet mit Lohfelden gegen Vellmar, Baunatal danach gegen FSC

Auftakt mit Derby-Knüllern

Trainingsauftakt beim OSC Vellmar: Auf der Zentralen Sportanlage begannen Physiotherapeutin Nadine Nehmeyer im weißen T-Shirt und Trainer Mario Deppe (rechts daneben) das Programm mit Gymnastik. Foto:  Fischer

Kassel. Es ist einmal mehr ein Auftakt mit Knalleffekt: Auch in die Saison 2016/17 wird die Fußball-Hessenliga wieder landesweit mit Derbytreffs starten. Überall werden geografische Nachbarn mit ihren brisanten Duellen die Runde eröffnen. In Nordhessen bedeutet das: Der FSC Lohfelden startet am 23. Juli mit einem Heimspiel gegen den OSC Vellmar. Und weil der Appetit auf die neue Spielzeit weiter geschürt und auch die Gegner vom Derbytag profitieren sollen, folgen schon drei Wochen später am 13. August am vierten Spieltag die Rückspiele, in diesem Fall also Vellmar kontra Lohfelden.

Ein wenig Pech hat der dritte Nordhesse, der KSV Baunatal. „Eigentlich sollte der KSV auch ein Heimspiel gegen einen zugkräftigen, attraktiven Gegner haben“, erklärt Klassenleiter Jürgen Radeck aus Ortenberg. „Aber wegen der Konzerte zum Stadtjubiläum steht das Parkstadion am 23. Juli noch nicht zur Verfügung und wir konnten das nicht umsetzen.“ Daher starten die Baunataler nun in Urberach, haben danach aber schon am 30. Juli auf heimischem Terrain auch ein Nachbarschaftduell – gegen den FSC Lohfelden.

Wirtschaftlicher Nutzen

„Wir machen das mit den Derbys als Auftaktjoker in Hessen seit vier Jahren so, und die Vereine geben uns einstimmig recht“, sagt Klassenleiter Radeck, dessen zunächst vorläufiger Spielplan am 6. Juli bei der Termintagung in Grünberg noch bestätigt werden muss. Schönes Wetter, Pause noch in der Bundesliga – „da strömen die Fans und lassen auch beim Verzehr die Kassen klingeln“, weiß Radeck um die Freude der Klubs, „denn bei miesem Wetter im November kommen weitaus weniger Leute und die Vereine können wirtschaftlich viel weniger Nutzen aus den Derbys ziehen.“

Beim FSC Lohfelden jedenfalls hat Radeck mit seinem Terminplan gepunktet. „In den vergangenen Jahren waren wir nicht dabei, aber jetzt wurden unsere Wünsche erhört und umgesetzt und wir freuen uns riesig auf den Start gegen Vellmar“, sagt Abteilungsleiter Willi Becker. „Und da auch der KSV Hessen erst später in die Regionalliga startet, bin ich ganz gespannt, ob es endlich einmal voll wird im Nordhessen-Stadion.“ Becker blickt aber auch schon weiter, denn angesichts der nachfolgenden Aufgaben in Baunatal, gegen Fulda und in Vellmar habe der FSC als die fußballerische Nummer zwei der Region in der vergangenen Saison hinter den Löwen „ein strammes Auftaktprogramm mit dreieinhalb Derbys“.

„Da kann keiner motzen“

Auch beim Lohfeldener Rivalen in Vellmar kommt der Spielplan gut an. „Da kann keiner motzen“, sagt Teammanager Thomas Kneuer, „das ist ein attraktives Auftaktprogramm.“ Mit dem Spielplan könne er bestens leben, „auch weil es im Laufe der Saison keine lästigen Werktagsspiele mehr gibt“

Ralf Rösler, Sportlicher Leiter der Baunataler KSV-Kicker, ist ebenfalls froh, „dass es mit einem frühen Derby klappt“. Zumal mit Lohfelden der vermeintlich stärkste Nordhesse zum Heimdebüt ins Parkstadion komme. „Da werden wir zu Beginn schon hart gefordert. Bei Aufsteigern wie in Urberach ist es immer gefährlich, gegen Lohfelden und in Lehnerz hängen die Trauben auch hoch“, sagt Rösler.

Von Gerald Schaumburg

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