Fußball-Hessenliga: Klassenerhalt für Vellmar und Baunatal aber längst nicht sicher – Derby am Samstag

Aufwind im Abstiegskampf

Mittendrin: Vellmars Trainer Mario Deppe im Kreise seiner Spieler. Im Vordergrund Jonas Springer (18). Foto: Fischer

vellmar/baunatal. Die Unsicherheit darüber, wie viele Mannschaften aus der Fußball-Hessenliga absteigen, hält an. Und damit auch das Bangen des KSV Baunatal und des OSC Vellmar. Die zuletzt siegreichen Vertreter stecken mitten im Kampf um den Klassenerhalt. Ob sie bestehen, hängt nicht von ihnen allein ab. Die Konstellation

Das Rennen um den Ligaverbleib ist eng. Maximal steigen fünf Klubs ab. Allerdings scheint Regionalligist TSV Steinbach die Klasse halten zu können. Damit sinkt die Zahl der Hessenliga-Absteiger auf vier. Einer davon wäre der SV Wiesbaden, wenn er wie angekündigt zurückzieht. Dafür gibt es keine Frist. „Wir üben sanften Druck auf Klubs aus, die sich mit dem Gedanken tragen. Um für die Konkurrenz Planungssicherheit zu gewährleisten, sollten sie sich bis zum 15. Mai erklären“, sagt Klassenleiter Jürgen Radeck. Kommen sie dem nicht nach und äußern sich erst im Juni, hätte der Rückzug keinen Einfluss mehr auf die Zahl der Absteiger. Steigt auch der hessische Vizemeister auf, nimmt der Zweite der Aufstiegsrunde zur Hessenliga dessen Platz ein. Der KSV Baunatal

Eine schwierige Situation könnte am Samstag eventuell beendet sein. „Wenn alles gut läuft, kann ich im Derby gegen Vellmar bereits wieder auf dem Platz stehen“, sagt Baunatals Co-Trainer Manuel Pforr. Der 27-Jährige hat in den vergangenen Wochen KSV-Trainer Tobias Nebe am Spielfeldrand unterstützt und hofft, die Einschränkungen, die nach seinem Kreuzbandriss entstanden waren, endgültig überwunden zu haben. „Draußen zu stehen, ist für mich schwieriger, als selbst zu spielen“, sagt der angehende Oberstufenlehrer. Insgesamt sei das Selbstvertrauen ins Team zurückgekehrt. Das Derby gegen Vellmar sei natürlich dieses Mal ein ganz besonderes, weil es nicht nur das Duell zweier Lokalrivalen, sondern auch zweier Abstiegskandidaten sei, sagt Pforr.

Trotz der Fokussierung auf das Restprogramm (siehe Hintergrund) könne man die Abstiegssorgen im Moment nicht völlig ausblenden, sagt darüber hinaus Tobias Nebe. „Ein Abstieg in die Verbandsliga wäre für Baunatal eine Katastrophe“, meint der Trainer, der nicht von leichten oder schweren Spielen sprechen will, die seiner Mannschaft oder dem direkten Konkurrenten aus Vellmar noch bevorstehen. Der OSC Vellmar

Gar nicht an den Abstieg denken will in diesen Tagen Mario Deppe. Der Trainer des OSC Vellmar sieht es als Vorteil, dass seine Spieler noch vier Spiele zu absolvieren haben, während die Baunataler nur noch drei Begegnungen vor der Brust haben.

„Das Derby hat natürlich dieses Mal eine ganz andere Brisanz, und wir haben unser Schicksal bis zum letzten Spieltag selbst in der Hand, ohne auf dem Sofa zuschauen zu müssen“, sagt der 47-Jährige. Im Derby setzt Deppe voll auf die kämpferische Komponente und empfiehlt seinen Spielern, nicht zu viel auf den Tabellenstand zu schauen.

Von Martin Scholz und Wolfgang Bauscher

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