Nach fünf Niederlagen in Folge gewinnt der Regionalliga-Absteiger 2:1 in Hadamar

Baunatal belohnt sich – endlich

Ein Tor, eine Vorlage: Antonio Bravo Sanchez hat den KSV Baunatal nach fünf Niederlagen zurück in die Spur gebracht. Foto:  Fischer/nh

Baunatal. Erleichterung beim KSV Baunatal: Nach fünf Niederlagen in Folge gewann der Regionalliga-Absteiger am Samstag beim SV Rot-Weiß Hadamar nach hartem Kampf mit 2:1 (1:0). „Wir müssen den Befreiungsschlag erzwingen“, hatte Tobias Nebe, der Trainer des KSV, vor dem Spiel gefordert.

Seine Mannschaft hatte offensichtlich gut zugehört, denn mit viel Leidenschaft und einem unbändigen Willen gelang ihr genau dies.

Bis der Sieg aber in trockenen Tüchern war, hatten die Gäste eine ganz schwache Anfangsphase und eine fünfminütige Nachspielzeit zu überstehen. Auf dem tiefen Geläuf an der Faulbacher Straße legten die Gastgeber los wie die Feuerwehr, vergaben aber durch Steffen Moritz (4., 7.), Baris Özdemir (6., 18.) und Patrick Kuczok (19.) reihenweise beste Torgelegenheiten.

„Das waren die schlechtesten 20 Minuten, die ich von meiner Mannschaft dieses Jahr gesehen habe. Das Tor hat uns dann Sicherheit gegeben“, analysierte Tobias Nebe hinterher. Nach dem ersten eigenen konstruktiven Angriff landete der Ball beim starken Felix Schäfer, dessen Schuss SV-Keeper Christopher Strauch zu kurz und nach vorn abwehrte. Antonio Bravo Sanchez stand goldrichtig und brachte den Abpraller zur überraschenden Gästeführung im Gehäuse unter (25.). Während die Gastgeber fortan verunsichert und ideenlos agierten, kämpften sich die Gäste – während des gesamten Spiels lautstark angefeuert von Nebe und seinem Co. Manuel Pforr – ins Spiel und brachten den Vorsprung in die Halbzeitpause. Zwar kamen die Hausherren nach einem zweifelhaften Freistoß und einem Fehler des KSV-Torwarts Tobias Schlöffel, der aus dem Tor, nicht aber an den Ball kam, durch Patrick Kuczok zum schnellen Ausgleich (48.). Dieser Tor war allerdings Gift für das Spiel, was nun zerfahrener und hektischer wurde. Spielfluss gab es kaum noch, dafür aber vermehrt Gelbe und Rote Karten. Zunächst wurde SV-Stürmer Steffen Moritz nach einem überharten Einsteigen gegen Jan Hanske des Feldes verwiesen (64.), ehe Nico Schrader, der allein auf das Tor zu stürmend an der Strafraumgrenze von Patrick Kuczok gefällt wurde (es gab weder die berechtigte Rote Karte noch Foulelfmeter), den Schiedsrichter beleidigte und ebenfalls das Spiel vorzeitig beendete (78.).

Unbeeindruckt von den Turbulenzen spielten die Gäste weiter auf Sieg. Kurz vor dem Ende tankte sich Antonio Bravo Sanchez durch und brachte den Ball flach nach innen, den der eingewechselte Kyung Ho Lee zum vielumjubelten Siegtreffer über die Linie drückte (86.).

Von Frank Losert

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