Hessenliga: KSV scheitert an eigenen Fehlern – 0:4 gegen Griesheim bedeutet fünfte Niederlage in Folge

Baunatal demontiert sich selbst

Rieb sich viel auf: Baunatals Jungspund Janik Szcygiel versuchte, die KSV-Offensive zu beleben. Er legte einmal gut für Tobias Nebe auf. Hinter ihm der Griesheimer Yannik Brehm. Foto: Fischer

Baunatal. Nächster Rückschlag für Fußball-Hessenligist KSV Baunatal: Vor heimischer Kulisse erlitten die VW-Städter eine herbe 0:4 (0:1)-Niederlage gegen den SC Viktoria Griesheim. Dabei machten die Gastgeber über weite Strecken das Spiel und spielten sogar 20 Minuten in Überzahl. Schwere individuelle Fehler brachten den KSV jedoch auf die Verliererstraße.

Das 0:4 war die nunmehr fünfte Liga-Niederlage in Folge, wettbewerbsübergreifend sogar die sechste. „Wir stecken mitten im Abstiegskampf, der Druck steigt. Wir haben uns die Gegentore heute selbst reingeschossen“, kommentierte KSV-Spielertrainer Tobias Nebe das Ergebnis. Von der ersten Minute an kontrollierten die Nordhessen das Spiel, kamen jedoch nicht gefährlich in Strafraumnähe. Ein Ballverlust im Mittelfeld der aufgerückten Baunataler sorgte in der 8. Minute für den Schock: Der Griesheimer Eugen Schiffmann nahm den Ball im Lauf mit und traf aus über 20 Metern sehenswert in den Torwinkel. Tobias Schlöffel im KSV-Tor blieb dabei ohne jede Abwehrchance.

Zwar spielten weiterhin nur die Gastgeber, jedoch schlugen sie aus dem Ballbesitz kein Kapital. Besonders im Spielaufbau wirkte der KSV verunsichert, nutzte offene Räume nicht und verließ sich oft auf Sicherheitspässe zurück in die eigene Hälfte. „Nach fünf Niederlagen in Folge strotzt man nicht vor Selbstbewusstsein und verkrampft“, erklärte Baunatals Co-Trainer Manuel Pforr. Kurz vor der Pause fasste Baunatal neuen Mut: Kapitän Mario Wolf scheiterte nach einer Ecke knapp (37.), dann prüfte Nebe Viktoria-Torwart Rene Blessing gleich zweimal (38., 43.). Die Gäste gingen mit einer glücklichen 1:0-Führung in die Kabine, ohne dass sie in der ersten Hälfte zu einer einzigen Strafraumszene kamen.

Die zweite Halbzeit begann wie die erste: Baunatal war aktiver und ein schwerwiegender Ballverlust brachte das Gegentor. Zu behäbiges Umschalten des KSV nutzte SC-Stürmer Kevin Olali zur 2:0-Führung (52.). Waren den ers-ten beiden Gegentoren individuelle Fehler vorausgegangen, setzte nun kollektives Versagen ein: Vier Minuten später hatte Olali den Ball im Strafraum eigentlich schon vertändelt – die passive Baunataler Defensive ließ ihm jedoch Zeit, sich neu zu positionieren, Schlöffel im Tor auszugucken und das 3:0 zu erzielen.

Griesheims Fabian Walter sah in der 68. Minute noch Gelb-Rot wegen Ballwegschlagens, der KSV war zu diesem Zeitpunkt jedoch schon am Boden. Jean Marie Starck markierte kurz vor Schluss den 4:0-Endstand, kein Baunataler hinderte ihn am Torabschluss.

Von Gregory Dauber

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