Hessenliga-Fußballer landen eindrucksvollen Heimsieg über schwache Fliedener

6:1 – Baunatal hat geliefert

Hatten endlich gut lachen: Die Baunataler (von links) Antonio Bravo Sanchez, Niklas Hanske, Daniel Leipold, Patrick Herpe nach einem seiner beiden Treffer, Tolga Ulusoy, Felix Schäfer, Daniel Borgardt und Mario Wolf. Foto: Schachtschneider

baunatal. Jubel? Na klar. Erleichterung? Selbstverständlich. Euphorie? Keine Spur. Die Hessenliga-Fußballer des KSV Baunatal ordneten ihren 6:1 (3:1)-Heimsieg über den SV Buchonia Flieden gut ein. Denn auch für einen 6:1-Sieg gibt es nur drei Punkte. Und die Tatsache, dass die Osthessen im Parkstadion erschreckend schwach aufgetreten waren, ließen die glücklichen Sieger nicht außer Acht. Auch wenn sie mit den drei Punkten wieder aus den Abstiegsrängen kletterten.

In den fahrigen ersten zehn Minuten war beiden Mannschaften die Unsicherheit anzumerken, unter der sie nach ihren letzten Negativerlebnissen litten. Eine Standardsituation brachte die Baunataler in die Spur. Nach mehreren Fouls an Nico Schrader in einer Szene pfiff Schiedsrichter Heß schließlich doch noch, und Patrick Herpe köpfte den Freistoß von Mario Wolf zur 1:0-Führung (11.) ein.

Der KSV wirkte fortan befreit, während die Buchonen stellenweise wie gelähmt schienen und nur in der Foulstatistik mit gefühlten 80:20 Prozent Vorteile hatten. Dem 2:0 von Schrader auf Flanke des überragenden Tolga Ulusoy (22.) ließ Herpe wiederum per Kopf das 3:0 folgen (25.). Diesmal kam die Flanke von Antonio Bravo Sanchez. Noch gegen Fulda hatte Herpe eine ähnliche Gelegenheit wie bei seinen beiden Toren ausgelassen. Was war diesmal anders? „Nicht viel. Ich hatte einfach nur das Glück, welches ein Stürmer braucht. Außerdem haben wir vorn gute Bälle bekommen und die Duelle gewonnen“, sagte er.

Als der KSV einmal die sonstige Entschlossenheit vermissen ließ, verkürzte Marco Gaul mit einem Freistoß-Aufsetzer auf 1:3 (42.). Pascal Bielert im Baunataler Tor sah dabei nicht sonderlich gut aus. Den zweiten und letzten Ball auf seinen Kasten hielt er dann glänzend. Es wäre ein Eigentor seines Mitspielers Janik Szczygiel gewesen (51.).

Die Baunataler mussten also weiter um den Sieg bangen. Doch bald wurden sie erlöst. Daniel Leipold legte auf, und Schrader vollendete eiskalt zum 4:1 (56.). Leichtes Spiel hatten Kyung Ho Lee (78.) und Bravo Sanchez (84.) bei den letzten Treffern.

„Nach dem 4:1 war es ein entspannter Nachmittag. Da konnte man schon mal an die nächste Aufgabe denken“, gab sich Baunatals Co-Trainer Manuel Pforr erleichtert. Trainer Tobias Nebe urteilte so: „Der Sieg war, besonders nach dem schwachen Spiel in Lehnerz, ganz wichtig. Aber wir haben noch nichts erreicht.“ Dennoch blickte er mit verhaltener Zuversicht voraus: „Wenn wir abrufen, was wir können, sind wir sehr unbequem. Dazu müssen wir uns immer wieder zwingen.“

Das Schlusswort gebührte dem Doppel-Torschützen Patrick Herpe: „Wir mussten liefern, und wir haben geliefert.“

Von Wolfgang Bauscher

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