KSV verliert gegen Frankfurt 1:3 – Wolf trifft per Freistoß, Schiri sorgt für Aufreger

Baunatal lässt zu viel liegen

Ärgert sich: Manuel Pforr ließ gute Gelegenheiten gegen Frankfurt ungenutzt. Foto:  Hedler

Baunatal. Trainer Tobias Nebe hatte kurz nach Spielschluss die richtigen Schlüsse schon gezogen: „Unsere Chancenverwertung muss besser werden.“ Und: „Gegen eine spielstarke Mannschaft wie Frankfurt ist es ärgerlich, dass wir zwei Tore nach Standards kassieren.“ Diese beiden Faktoren waren ausschlaggebend für die 1:3-Heimniederlage des KSV Baunatal gegen Rotweiss Frankfurt in der Fußball-Hessenliga.

Denn obwohl mit Frankfurt eine Spitzenmannschaft in Baunatal zu Gast war, wäre diese Niederlage vermeidbar gewesen. Wenn der KSV vor dem 0:2 durch Varol Akgöz (69.) per Kopfball nach einer Ecke seine eigenen Chancen durch Mario Wolf (49.) ebenfalls per Kopf nach einer Ecke oder Manuel Pforr (61.) genutzt hätte. Pforr war allein auf dem Weg Richtung Tor der Frankfurter, kann noch querlegen, scheitert aber am Gästetorwart Ioannis Takidis. Und so stand es nach 69 Minuten eben nicht 1:1, sondern 0:2.

Bereits in Halbzeit eins war dem Rückstand ein Standard vorausgegangen. Freistoß Andre Fließ, Kopfball Tim Benedict Fließ (41.) – die beiden verstehen sich wohl nicht nur vom Namen her. Der Torschütze war allerdings auch ziemlich allein gelassen worden. Verdient war das zu diesem Zeitpunkt nicht unbedingt, die ersten 45 Minuten waren chancenarm und ausgeglichen.

Und vielleicht wäre es für die Baunataler doch alles noch anders gelaufen, wenn Schiedsrichter Daniel Velten in der 70. Minute anders entschieden hätte: Pforr geht erneut allein auf das Gästetor zu. Takidis kommt raus, foult den Angreifer, der sonst wohl das 1:2 erzielt hätte. Trotzdem bekommt der Torwart nur Gelb, Freistoß für den KSV. Diesen verwandelt Kapitän Mario Wolf aus 20 Metern zwar stark zum Anschluss in die lange Ecke (71.), die Rote Karte wäre in dieser Situation aber berechtigt gewesen. So war es am Ende erneut der Ex-Baunataler Akgöz, der nach einer starken Einzelleistung zum Endstand traf (86.).

„Es ist einfach Wahnsinn, wie viele Gegentore wir nach Standards bekommen. Manchmal sind wir da einfach zu naiv“, sagte Antonio Bravo Sanchez hinterher frustriert. „Dazu ist unsere Chancenverwertung mangelhaft bis ungenügend. Vor dem Tor sind wir nicht uneigennützig genug. Wir sprechen das jede Woche wieder an, aber ändern es nicht.“ Trainer Nebe fand allerdings: „Diese Leistung heute hätte für die meisten Teams in der Hessenliga gereicht. Jetzt muss eben am Donnerstag Dreieich dran glauben.“

Von Maximilian Bülau

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