Samstag gegen Flieden

KSV Baunatal muss um Verbleib in der Hessenliga zittern

Da geht’s lang: Baunatals Defensivmann Daniel Leipold will mit dem KSV am Samstag unbedingt punkten. Foto: Fischer

Baunatal. Nur vier Punkte aus sechs Spielen im Kalenderjahr – die Fußballer des KSV Baunatal müssen mehr denn je um den Verbleib in der Hessenliga zittern.

Im Heimspiel am Samstag ab 15 Uhr gegen den Vorletzten Buchonia Flieden könnten die Baunataler als Tabellen-13. allerdings einen wichtigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen. Das Team lässt nichts unversucht, um den zweiten Abstieg in Folge zu vermeiden. Fünf Beispiele:

1. Entspannung und Erlernen: Wer häufig Niederlagen einstecken muss, der braucht ab und an Ablenkung. Die Baunataler Fußballer taten nun auch etwas, um die Köpfe freizubekommen. Statt einer Übungseinheit erhielten sie in Gudensberg unter Anleitung von Tim Bähr, der früher selbst dem runden Leder in der VW-Stadt nachjagte, eine Einführung in den Golfsport. „Ich hatte schon den Eindruck, dass die Stimmung danach besser war“, erklärt KSV-Coach Tobias Nebe.

2. Energie und Elan: Schon vor geraumer Zeit kam Nebe die Idee, dass seine Spieler in Sachen Ernährung wertvolle Tipps bekommen sollten. Er nahm Kontakt zu Klaus Purwin auf, und der 63 Jahre alte Apotheker berät nun sein Team. „Das kommt bei den Jungs gut an“, sagt Nebe, „sie fragen ihn immer wieder um Rat.“ Zudem denkt Purwin an die nötige Energiezufuhr bei den Spielern: Eine Stunde vor Anstoß erhält jeder eine Dinkelwaffel mit etwas Koskosfett, unmittelbar vor Beginn gibt es noch eine Art Gummibärchen, das unter die Zunge gelegt wird. Dazu trinkt jeder ein Eisen- und Vitamin-B-haltiges Getränk. So wird es auch vor der Partie gegen Flieden sein – legales Doping könnte man sagen.

3. Einsatz und Einstellung: Dass es spielerisch nicht immer nach Wunsch läuft, ist in Anbetracht der schwierigen sportlichen Lage des KSV nachvollziehbar. „Ich muss aber erwarten, dass wir um jeden Zentimeter kämpfen“, betont Nebe, der mit dem Auftritt beim 0:3 am Ostermontag in Lehnerz überhaupt nicht einverstanden war. Während der Trainingseinheiten in dieser Woche standen vor allem zwei Übungsformen auf dem Plan: Drei gegen drei, vier gegen vier – und das auf einem kleinen Feld. „Dadurch hat man viel Aktion“, weiß Nebe, „und diese benötigt man, um später im Spiel Gegentore zu verhindern.“

4. Erholung und Erleiden: Die medizinische Abteilung beim Ex-Regionalligisten hat zurzeit alle Hände voll zu tun. Bis zum Samstag wird sich die Lage noch nicht entspannen. Malte Grashoff (Muskelfaserriss) erhielt kein Grünes Licht. Gleiches gilt für Spielertrainer Nebe, dem die Folgen einer starken Erkältung zu schaffen machen.

5. Ehrfurcht und Engagement: Beim Hinspiel im September musste sich Baunataler 1:2 geschlagen geben. Damals fehlte den Buchonen bereits Ausnahmestürmer Fabian Schaub. Auch jetzt ist höchst ungewiss, ob der Angreifer auflaufen kann. Er laboriert an einer Knieverletzung. „Wir brauchen gar nicht so sehr auf Schaub fixiert zu sein“, erklärt Nebe, „wir haben ja verloren, als er schon einmal nicht dabei war.“

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