Hessenligist nach Heimniederlage gegen Ederbergland ernüchtert – Neumann sieht Gelb-Rote Karte

Baunatal nach 2:3 restlos bedient

Seltene Dynamik: Kaum einmal ließen Manuel Pforr und seine Baunataler Mitspieler ihre Gegner vom FC Ederbergland wie hier Fabian Mohr (rechts) und Ernes Hidic (links) stehen. Foto: Fischer

Baunatal. Sie waren restlos bedient. Nicht nur wegen der eigenen dürftigen Leistung. Auch deshalb, weil sie gegen den bis dahin sieglosen FC Ederbergland aus einem 0:1-Rückstand eine 2:1-Führung gemacht hatten, sich auf der Siegerstraße wähnten und gegen die biederen Gäste dennoch mit 2:3 (1:1) den Kürzeren zogen.

Bei den Baunatalern zog nach der zweiten Niederlage hintereinander Ernüchterung ein. Auch deshalb, weil beide Pleiten überflüssig waren. „Wir dachten, wir wären in dieser Saison einen Schritt weiter und würden nicht mehr so oft verlieren, wenn wir eigentlich gewinnen müssten“, sagte Kapitän Mario Wolf.

Musste das Spielfeld nach Gelb-Rot verlassen: Till Neumann

Zum Sinnbild der Niederlage wurde, obwohl sie ihm kaum anzulasten war, Till Neumann. In der 74. Minute gekommen, musste er fünf Minuten darauf nach zwei Gelben Karten wegen Foulspiels mit Gelb-Rot wieder vom Feld und war noch lange nach dem Abpfiff völlig untröstlich. Ähnlich ungeschickt wie der 20-Jährige hatten sich die meisten Baunataler angestellt. „Wir haben uns eine lange Liste von Fehlern erlaubt und waren mental nicht auf dem Platz. Unerklärlich ist vor allem, dass wir nach dem 2:1 das Spiel wieder aus der Hand geben“, monierte Trainer Tobias Nebe.

Dabei stellte Ederbergland den KSV sicher nicht vor unlösbare Probleme. Die Gäste warteten, ohne großen Aufwand zu betreiben, auf die Patzer der Platzherren. Und diese taten ihnen den Gefallen häufig genug. Rar gesäten guten Aktionen folgten immer wieder untaugliche Versuche, nie erzeugten die Baunataler länger anhaltenden Druck. Kaum eine Flanke kam an, ebenso wie viele Pässe, selbst über kurze Entfernung. Weit verfehlten Distanzschüsse das Ziel.

Zudem wirkten die VW-Städter bei Standards gedanklich abwesend und gerieten so immer wieder in Nöte. Einer der wenigen Lichtblicke war Ingmar Merle. Der stets präsente Neuzugang glich die Gäste-Führung aus (41.) und köpfte das 2:1 (64.). Doch das reichte nicht, weil sich die Baunataler danach noch zweimal überrumpeln ließen.

Keine Vorwürfe mochte Tobias Nebe Schiedsrichter Johannes Frohnapfel machen, der trotz fairer Partie 13-mal Gelb zog: „Wir suchen die Schuld nicht irgendwo anders.“ Gelassen blieb Mario Wolf: „So wie vorher nicht alles gut war, ist nun nicht alles schlecht.“ Foto: Malmus; privat/nh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.