Versöhnliches Ende: 6:1-Sieg in Griesheim

Baunatal spielt in zwei Welten

Skeptischer Blick: Baunatals Trainer Tobias Nebe. Foto:  Fischer

Kassel. Es geht doch. Am letzten Spieltag der Hessenliga haben die Fußballer des KSV Baunatal gezeigt, was in ihnen steckt. Bei Viktoria Griesheim feierten die Nordhessen einen 6:1 (2:0)-Sieg. Die Tore für Baunatal erzielten Malte Grashoff (38.), Maximilian Werner (45., 71.), Janik Szczygiel (46.), Mario Wolf (65.), und Fatih Üstün (76.). Das sei ein versöhnliches Ende gewesen, sagt KSV-Trainer Tobias Nebe: „Mit Blick auf die Hin- und Rückrunde haben wir in dieser Saison aber in zwei Welten gespielt.“

Die Hinrunde

Bis zur Winterpause lief es beim KSV Baunatal. Da hielt die Mannschaft Kontakt zu den vorderen Tabellenplätzen, und „wir sind dominant aufgetreten“, sagt Nebe. Die Baunataler hatten viel Ballbesitz, kombinierten ansehnlich und setzten taktische Vorgaben gut um. „Nach der Hinrunde war ich vollkommen zufrieden“, sagt Nebe.

Die Rückrunde

Nach der Winterpause trübte sich die Laune des Trainers aber immer mehr. Plötzlich rutschte die Mannschaft in den Abstiegskampf. „Wir hatten ein Mentalitätsproblem. Das muss man so deutlich sagen.“ Was Nebe ärgerte, war die fehlende Einstellung. Gerade gegen Gegner aus der unteren Tabellenregion hätte seine Mannschaft keine ordentliche Leistung auf den Platz gebracht. „Erst beim Spiel in Fulda Anfang Mai haben wir den Abstiegskampf angenommen. Wir haben da zwar 1:2 verloren. Aber als es darauf ankam, stand das Team zusammen. Das war gut.“ Bis dahin hätten die meisten Spieler die heikle Tabellensituation schlichtweg unterschätzt.

Die Überraschung

Viele positive Überraschungen fallen Nebe rückblickend nicht ein. Einen Spieler will er dennoch hervorheben, und zwar Jonas Springer. Im August hatte sich der 22 Jahre alte Mittelfeldspieler schwer verletzt. „Ehrlich gesagt: Ich habe gedacht, Jonas würde gar nicht mehr Fußball spielen“, sagt Nebe. Doch Springer kämpfte sich wieder heran und „hat uns in letzten Spielen extrem geholfen“.

Der Ausblick

Am 17. Juni startet der KSV die Vorbereitung. Der aktuelle Kader bleibt weitestgehend bestehen. Fragezeichen stehen hinter der Zukunft von Ingmar Merle und Kuyung Ho Lee. Darüber hinaus möchte Nebe in der Offensive aufrüsten und zudem einen Außen- und einen Innenverteidiger verpflichten.

Von Robin Lipke

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