Hessenliga: KSV verliert in Fulda 1:3 – Trainer Tobias Nebe über Passivität seiner Elf verärgert

Baunatals bittere vier Minuten

Einziger Baunataler Torschütze: Felix Schäfer. Archivfoto:  Koch

Fulda. Bittere Auswärtsniederlage für den KSV Baunatal: Dank eines Comebacks hat Borussia Fulda die VW-Städter mit 3:1 (0:1) besiegt. Die Gäste fanden trotz der frühen Führung nicht zu ihrem Spiel und konnten offensiv kaum Akzente setzen.

Dennoch sahen die Baunataler bis zur 79. Minute wie der sichere Sieger aus, weil es Fulda trotz des vielen Ballbesitzes einfach nicht schaffte, sich gegen gut gestaffelte Gäste hochkarätige Chancen herauszuspielen. Dann durfte Leon Pomnitz von rechts unbedrängt flanken, Ingmar Merle nahm die flache Hereingabe aus 14 Metern direkt und verlud Gäste-Keeper Tobias Schlöffel zum 1:1-Ausgleich. Der peitschte die Borussen noch mal nach vorn, angefeuert von 550 Zuschauern spielte der SCB jetzt voll auf die drei Punkte und wurde dafür auch belohnt: Nur drei Minuten nach dem Ausgleich brachte der eingewechselte Jonathan Müller den Ball nach einer abgewehrten Ecke nach innen, wo Nikola Milankovic goldrichtig stand (82.). Nach dem folgenden Anstoß grätschte Matija Poredksi Baunatals Kapitän Jan-Niklas Hanske den Ball von den Füßen und beendete allein auf Schlöffel zulaufend seine acht Spiele andauernde Torflaute (83.). Baunatals Trainer Tobias Nebe ärgerte sich vor allem über die Passivität seiner Elf nach der Führung: „Es ist natürlich ärgerlich, dass da am Ende die drei Tore so fallen, aber wir haben insgesamt viel zu wenig investiert. Wir haben mehr reagiert als agiert, das ist eigentlich überhaupt nicht unser Spiel. Fulda hat uns früh attackiert und uns damit unsere Stärken genommen“, analysierte der Baunataler Coach.

Die Nordhessen strahlten von Beginn an kaum Torgefahr aus, mit dem frühen Pressing der Fuldaer war die Nebe-Elf oftmals überfordert – viele lange Bälle und wenig Kurzpassspiel waren die Folge. Auch die Führung nach rund 16 Minuten war nur unter freundlicher Beteiligung der Borussia möglich: Nach einem langen Ball aus der Baunataler Hälfte, trat Fuldas Innenverteidiger Roman Schad unter dem Ball durch und ermöglichte Felix Schäfer so das 1:0. Danach spielte nur noch Fulda - und das bis ins letzte Drittel auch recht ordentlich, der letzte Pass fand aber zu oft keinen Abnehmer mehr.

Baunatal verteidigte oftmals mit elf Mann in der eigenen Hälfte und machte die Räume so auch gut eng. Außer einem geblockten Schuss von Kapitän Mark Jaksch (38.), einem ungefährlichen Versuch von Poredski (47.) und einer Möglichkeit von Ingmar Merle, der aus zwölf Metern deutlich verzog (53.), ließ der KSV kaum etwas Zwingendes zu, brachte aber auch selbst nichts mehr zustande.

Von Ralph Görlich

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