Fußball-Hessenligist Lohfelden kann nach 3:0 gegen Wehen Wiesbaden II durchatmen

„Belohnung für die Arbeit“

Auf und vorbei: Lohfeldens Torschütze zum 1:0, Linor Demaj (links), versucht, sich hier gegen die Wehener Peter Staegemann (Mitte) und Marvin Esser durchzusetzen. Foto: Schachtschneider

Lohfelden. Die Erleichterung war ihnen anzusehen: Der Fußball-Hessenligist FSC Lohfelden setzte sich am Samstag mit 3:0 (1:0) gegen Wehen Wiesbaden II durch und macht damit einen wichtigen Schritt in Sachen Klassenerhalt.

„Der Sieg war eine Belohnung für die harte Arbeit im Training“, sagte nach der Partie Lohfeldens Trainer Otmar Velte und warnte zugleich vor zu viel Optimismus: „Wir müssen weiter intensiv arbeiten und auf dem Teppich bleiben.“

Wie das gelingt, dürfte wohl die kommende Partie gegen Bayern Alzenau zeigen, aber gegen Wehen Wiesbaden präsentierte sich die Lohfeldener Elf gefestigt. Unnötige Diskussionen mit Schiedsrichtern und Mitspielern fielen zugunsten eines intensiven Pressings weg.

Auch wenn das erste Tor durch den quirligen Linor Demaj (44.) eine ganze Weile auf sich warten ließ, machte der FSC den Gästen aus Südhessen schnell deutlich, wer der Herr im Haus ist: „Wir haben von Beginn an wenig zugelassen und uns selbst mit voller Kraft unsere Chancen erarbeitet“, sagte nach dem Abpfiff Kapitän Daniel Beyer, der sich genauso wie Defensiv-Kollege Roy Keßebohm auf dem Kunstrasen des Nordhessenstadions blutige Schürfwunden zugezogen hatte. Der Aufwand hatte sich gelohnt: Kaum nennenswerte Chancen hatte Wehen Wiesbaden, und so konnte der 19-jährige FSC-Torwart Timo Bauernschmitt weiter Selbstvertrauen für kommende Spiele tanken.

Insgesamt war die erste Halbzeit geprägt vom Willen zum Führungstreffer. Chancen erarbeiteten sich Beyer (27./34.) und auch Demaj (38.), der für den verdienten Führungstreffer sorgte, als er den Ball aus der Nahdistanz über die Wehener Torlinie schlenzte, weil sich dort die Defensive gedanklich schon in die Halbzeit verabschiedet hatte.

In der zweiten Spielhälfte hatte Trainer Velte dann mit Adrian Bravo Sanchez den richtigen Mann eingewechselt. Der große Auftritt des 21-Jährigen kam allerdings erst, nachdem Wehen Wiesbadens Trainer Christian Lüllig wesentlich weniger Glück mit seiner Auswechslung hatte: In der 71. Minute brachte er mit Eduardo Landu einen weiteren Offensivspieler. Während seine Mannschaft noch dabei war, sich auf die neue Taktik mit zwei Sturmspitzen einzustellen, tauchte Bravo Sanchez auch schon vor dem Wehener Tor auf und traf von halblinks in die lange Ecke (72.). Und weil es so schön war, ließ der zweite Teil des Doppelpacks nicht lange auf sich warten, nur landete der Ball diesmal in der kurzen Ecke (74.).

„Ja, das lief ganz gut für mich“, meinte Bravo Sanchez nach dem Spiel und stellte dann doch lieber die Mannschaft in den Vordergrund: „Für uns war es einfach wichtig, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Von Martin Scholz

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