Fußball-Hessenliga: FC Ederbergland verliert mit 0:2 bei RW Hadamar

„Chancen nicht genutzt“

Gegenspieler im Anflug: Ingo Miß (Ederbergland, Mitte) versucht, sich gegen Marcel Horz (links) durchzusetzen, rechts verfolgt Marvin Rademacher das Geschehen. Foto: Wilfried Hartmann

Hadamar. Die Statistik lügt eben doch nicht. Schon vor der Partie des FC Ederbergland bei RW Hadamar attestierte das Zahlenwerk, dass die Gastgeber in der Hessenliga-Tabelle der zweiten Hälfte den Spitzenplatz belegten. Auch beim 2:0 gegen den FCE fielen beide Tore nach der Pause. Und dass nicht, weil der FCE nachließ, sondern weil Hadamar eine Schippe drauflegte.

„Wir sind in einem körperlich guten Zustand und wissen, dass wir bis zum Ende ein hohes Tempo gehen können“, sagte Hadamars Trainer Walter Reitz. „Deshalb sage ich den Jungs, dass wir es ruhiger angehen lassen sollen und anfangs mehr Wert auf Spielkontrolle legen. Das funktioniert nicht immer, bestätigt sich aber oft.“

Sein Gegenüber Harry Preuß konnte sich am Ende nur über eine gute erste Hälfte freuen, nicht aber über Punkte. „Wir haben in der ersten Halbzeit taktisch clever gespielt und einen großen läuferischen Aufwand betrieben.“

In Hadamar hatte Preuß einige Positionen neu besetzt. Am auffälligsten war, dass die Viererkette mit Marco Kovacevic (rechts), Fabian Mohr, Pavel Ricka und Michael Möllmann (links) aus vier gelernten Innenverteidigern bestand. Tim Biesenthal rückte rechts ins Mittelfeld vor, während Ingo Miß zentral mit Felix Nolte agierte. Abfangjäger vor der Abwehr war Dominik Karge. Die Taktik ging im ersten Abschnitt vor allem in der Defensive auf. Nicht eine einzige Flanke brachten die Gastgeber in den Strafraum des FCE. Alle Bälle kamen hoch aus dem Halbfeld, was die Gäste vor keine großen Probleme stellte. Dazu waren Hadamars Stürmer Khaibar Amani und Steffen Moritz bei Ricka und Mohr gut aufgehoben.

Auch nach vorn sah es gut aus – allerdings wieder mit einem großen Manko: „Wir hatten unsere Chancen, die wir nicht genutzt haben“, brachte es Harry Preuß auf den Punkt.

Im zweiten Abschnitt spielte vor allem der frühe Führungstreffer (54.) den Gastgebern in die Karten. „Sehr unglücklich. Der war von drei Gegnern im Gewühl nicht aufzuhalten“, kommentierte Michael Möllmann die Szene. Er fügte aber hinzu: „Ansonsten haben wir gut gestanden.“ Das sah auch Pavel Ricka so, der allerdings „mangelnde Konzentration bei Standards“ kritisierte. Beide Gegentreffer resultierten aus solchen Situationen.

In der Folge nahm der Druck auf den FCE zu, der Gast konnte nur durch gelegentliche Konter Akzente setzen – bis auf eine Chance von Felix Nolte kam es allerdings zu keiner gefährlichen Situation. Hadamar gewann somit verdient mit 2:0 und bestätigte damit seine Statistik.

Von Wilfried Hartmann

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