Ein Debüt und viel Frust  – Bauernschmitt feiert Einstand in Hessenliga

Lohfelden verliert trotz Überzahl 1:2

An ihm lag es nicht, dass Lohfelden am Ende gegen Darmstadt verlor: Timo Bauernschmitt stand zum ersten Mal überhaupt in der Hessenliga zwischen den Pfosten. Foto:  Fischer

Lohfelden. Der Start nach der Winterpause hätte für die Hessenliga-Fußballer des FSC Lohfelden kaum bitterer ausfallen können: Da spielen sie fast die gesamte Partie in Überzahl, weil Gästespieler David Sembene bereits in der vierten Minute die Rote Karte gesehen hatte, und müssen dennoch eine 1:2 (1:1)-Niederlage gegen Rot-Weiß Darmstadt hinnehmen. Nicht nur einen Debütanten hat das ziemlich gewurmt.

DER DEBÜTANT

Weil André Schreiber wegen eines Mittelhandbruchs länger ausfällt, stand er im Tor: Timo Bauernschmitt. Der 20-Jährige dürfte sich allerdings an das erste Hessenligaspiel seiner Karriere nicht sonderlich lange erinnern wollen. „Ich habe mich total auf meinen ersten Einsatz gefreut. Aber das Spiel und das Ergebnis haben nicht wirklich Spaß gemacht – und das ist das, was zählt“, sagte der ehemalige Baunataler nach der Niederlage. An beiden Gegentoren gab es für Bauernschmitt nichts zu halten.

DIE SCHLÜSSELSZENEN

Gleich in der vierten Minute stoppte Darmstadts Sembene einen Alleingang von Enis Salkovic im Strafraum. Schiedsrichter Mike Britting entschied zu Recht auf Strafstoß – und Rot wegen Notbremse, was unter den Zuschauern für Diskussionsstoff sorgte. Daniel Beyer verwandelte den Elfmeter zum 1:0 für den FSC, der im Anschluss aber zu wenig aus seiner Überlegenheit machte.

Und Darmstadt? Kam zweimal vors Tor und traf zweimal. Beziehungsweise einmal. Zunächst sorgte Felix Kalbfleisch nach einer Ecke für das 1:1 per Kopfball in der 33. Minute. Nach der Pause verlängerte dann Christian Brinkmann eine Hereingabe von Darmstadts Mirkan Kara zum 2:1 ins eigene Netz (65.). Die Lohfeldener Chancen durch Demetrio D’Agostino (25.), Adrian Bravo-Sanchez (45.) und den Pfostenschuss von Vyacheslav Petrukhin (65.) blieben allesamt ungenutzt.

DIE WEITEREN NEULINGE

Mirko Tanjic durfte in der zweiten Halbzeit mitwirken, allerdings dauerte es, bis der Stürmer auf Touren kam. In der Nachspielzeit vergab er dann gleich zweimal den Ausgleich per Kopfball. Auch Rafal Gorczyca, der zuletzt in der polnischen dritten Liga gespielt hatte, stand noch eine gute Viertelstunde auf dem Platz, konnte aber nicht mehr richtig viel bewegen.

DAS FAZIT

Fiel dementsprechend ernüchternd aus. „Wenn ich wüsste, warum Teams in Überzahl immer wieder gegen solche in Unterzahl verlieren, hätte ich den Stein der Weisen gefunden und wäre ein gemachter Mann. Ich kann unsere Leistung aber ebenfalls nicht erklären“, sagte Lohfeldens Trainer Otmar Velte.

Von Torsten Kohlhaase

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