Holger Bindschus zu seiner Aufgabe

„Den Kampfgeist wecken“: Interview mit KSV Baunatals neuem Abteilungsleiter

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Grund zum Jubel soll es wieder öfter geben: Der Baunataler Tolga Ulusoy ( zweiter von links) hat gegen Eschborn getroffen, seine Mitspieler (von links) Patrick Herpe, Antonio Bravo Sanchez, Daniel Leipold und Mario Wolf freuen sich mit ihm.

Baunatal. Es sieht nicht gut aus für die Fußballer des KSV Baunatal. Nachdem sie im vorigen Jahr aus der Regionalliga abstiegen, droht nun in der Hessenliga das gleiche Schicksal.

Abseits des Platzes läuft es offenbar besser. Zwar schied der bisherige Sportliche Leiter Willi Nebe auf eigenen Wunsch genauso wie der kommissarische Abteilungsleiter Rainer Strelitz aus seinem Amt aus, bei der Jahreshauptversammlung wurden aber Holger Bindschus zum neuen Abteilungsleiter sowie Ralf-Jürgen Rößler als Sportchef gewählt. Über die personellen Veränderungen sowie seine Ziele sprachen wir mit dem 52 Jahre alten Bindschus.

Der KSV Baunatal steht in der Hessenliga auf einem Abstiegsplatz. Kein angenehmer Zeitpunkt für eine Amtsübernahme? 

Holger Bindschus: Natürlich kann man sich einen besseren Zeitpunkt wünschen und vorstellen. Trotzdem muss jetzt das Erreichen des Klassenerhaltes ganz klar im Vordergrund stehen.

Welche Möglichkeiten haben Sie, in der Kürze der Zeit noch Einfluss zu nehmen? 

Bindschus: Sicherlich keine großen. Wir müssen an die Mannschaft appellieren und ihren Kampfgeist wecken.

Was hat Sie dazu bewogen, die Abteilungsleitung trotz der misslichen sportlichen Lage zu übernehmen? 

Bindschus: Ich bin ja Ur-Baunataler, habe früher selbst lange für den Verein gespielt und finde es schade, dass die Mannschaft so weit unten steht. Außerdem geht es darum, in der Führung wieder Konstanz und Kontinuität zu beweisen.

Welche Erfahrungen haben Sie auf diesem Gebiet? 

Bindschus: Es ist jetzt das erste Mal. Ich hatte zwar schon früher damit geliebäugelt und wurde vom Verein auch schon darauf angesprochen, aber es hat nie geklappt.

Wie gut kennen Sie die Fußball-Abteilung und die Mannschaften bereits? 

Bindschus: Recht gut. Ich habe mich im Vorfeld unter Mithilfe der handelnden Personen schon einigermaßen eingearbeitet.

Ihr Nahziel ist der Klassenerhalt. Wo soll für den KSV Baunatal künftig die Reise hingehen? 

Bindschus: Mittelfristig wollen wir in der Hessenliga wieder eine gute Rolle spielen. Die Regionalliga wird in den nächsten zwei bis drei Jahren sicher nicht unser Ziel sein. Der Fokus liegt auch auf dem Unterbau. Wir sind in der Jugend gut aufgestellt und werden uns da noch stärker engagieren, um Spieler aus der A-Jugend in die Erste bringen zu können.

Wie sehr werden Sie auch mit den sportlichen Belangen befasst sein? 

Bindschus: Die überlasse ich der sportlichen Leitung mit Ralf Rößler und dessen Stellvertreter Bernd Bilsing. Auch wir haben uns bereits ausgetauscht und unsere Vorstellungen auf den Tisch gelegt. Beide verfügen zudem über die größere fachliche Kompetenz.

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